Hallo aus Brasília,
mein Name ist Anderson Falcão. Ich verantworte bei der GIZ Brasilien die strategische Schnittstelle zwischen Kommunikation, digitaler Transformation und Informationstechnologie.
Ich bin überzeugt, dass diese Bereiche eine zentrale Rolle in der internationalen Zusammenarbeit spielen – gerade in einer so herausfordernden Zeit wie heute. Digitale und nachhaltige Lösungen erweitern unsere Fähigkeit, Wissen zu generieren, Akteure zu vernetzen und Lösungen in größerem Maßstab zu entwickeln.
Digitale Transformation bedeutet für uns dabei zweierlei: Wir arbeiten sowohl an internen Prozessen als auch an innovativen digitalen Lösungen für unsere Partner, um die erfolgreiche Umsetzung von Projekten zu stärken. Dazu gehört auch, unsere IT-Systeme sowie digitalen Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich auszubauen. Das ist entscheidend, um Effizienz, Skalierbarkeit und Verlässlichkeit in unserem gesamten Leistungsspektrum sicherzustellen.
Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren in der Kommunikation und an ihren Berührungspunkten zur digitalen Welt. Ich war für verschiedene brasilianische Ministerien, darunter das Kultus- und das Justizministerium, tätig und habe an der digitalen Strategie der staatlichen Mediengesellschaft Empresa Brasil de Comunicação mitgewirkt. Ich durfte außerdem Erfahrung bei internationalen Organisationen wie der Europäischen Kommission sowie bei Botschaften und Kulturinstituten von EU-Ländern sammeln – ein Weg, der mich zur GIZ geführt hat.
Was mich während all dieser Stationen begleitet hat, ist eine Grundüberzeugung: Kommunikation muss komplexe Themen verständlich und greifbar machen, um sie mit der Lebenswelt der Menschen zu verbinden.
Wenn wir das nicht gut genug tun, setzen sich vereinfachende oder sogar irreführende Botschaften durch. Es ist unsere Aufgabe, komplexe Probleme gut zu erklären, mögliche Lösungen aufzuzeigen und dabei klarzumachen, dass es ohne Zusammenarbeit nicht geht. Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen.
Ein gutes Beispiel dafür ist grüner Wasserstoff in Brasilien: Als wir unser erstes Projekt starteten, war das Thema für die meisten noch völliges Neuland. Kommunikation hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, diese Technologie bekannt zu machen. Und wir haben aufgezeigt, welche Chancen die deutsch-brasilianische Kooperation hierbei bietet. Dadurch – und durch viele andere Impulse – sehen wir heute deutlich mehr Initiativen und ein viel breiteres Interesse. Das zeigt, was möglich ist, wenn wir relevante Themen gut kommunizieren.
Genau dies ist der Anspruch, den wir bei der GIZ Brasilien verfolgen. Wir arbeiten an einem breiten Portfolio – von Forstwirtschaft, Stadtentwicklung und Energie bis hin zur wirtschaftlichen Transformation. In der Kommunikation unterstützen wir die Teams dabei, ihre Ziele wirksam zu erreichen, und machen gleichzeitig die internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien sichtbar.
An der GIZ schätze ich besonders die Vielfalt, das multikulturelle Umfeld und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sowie allen beteiligten Stakeholdern. Viele der großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht allein lösen – sie brauchen Dialog, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu gehen. Genau daran arbeite ich jeden Tag.
Um grande abraço!