Ausgangssituation
Grenada verfügt nur über geringe Wasservorkommen – eine Herausforderung, die sich durch die steigenden Durchschnittstemperaturen und die unregelmäßigeren Niederschläge verschärft hat. Gleichzeitig führt häufiger Starkregen zu Ausfällen der Wasserversorgung, weil sich die Aufbereitungszeit des Rohwassers aufgrund erhöhter Trübung verlängert. Der Anstieg des Meeresspiegels lässt zudem Salzwasser in küstennahe Grundwasserleiter eindringen und verringert die ohnehin schon knappen Wasserreserven für die Bevölkerung weiter. Diese Entwicklung gefährdet darüber hinaus auch das Wachstum der grenadischen Wirtschaft – vor allem in der Landwirtschaft und im Tourismus.
Ziel
Die Wasserwirtschaft von Grenada ist in der Klimaresilienz verbessert und wird effizienter geführt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben umfasst fünf Komponenten:
Klimaresistente Wasserwirtschaft: Mit einer Stelle, die die Wasservorkommen bewirtschaftet, verbessert die Regierung die Gesamtsteuerung des Wasserbereichs. Zudem schafft sie die Voraussetzungen, dass Wasservorkommen nachhaltig bewirtschaftet werden.
Klimaresistente Wassernutzung: Durch einen Fonds der grenadischen Entwicklungsbank bekommen Akteur*innen in der Landwirtschaft und im Tourismus Zuschüsse, um in ihren Betrieben Wassersparmaßnahmen umzusetzen.
Klimaresiliente Anlagen: Das Vorhaben baut die Infrastruktur aus und stellt weitere Speichertanks bereit, damit die Wasserversorgung auch während der häufiger auftretenden Trockenphasen oder bei Katastrophen gesichert werden kann.
Zusätzlicher Beitrag der Wasserwirtschaft zu den Klimazielen Grenadas: Die nationale Wasserbehörde verbessert ihre Leistungsfähigkeit, um Wasserverluste im Netz zu verringern. Das beinhaltet auch die Integration von erneuerbaren Energien.
Regionales Lernen und Erfahrungen weitergeben: Andere karibische Länder sollen durch den ständigen Austausch von Erfolgsgeschichten und Lernerfahrungen aus dem Projekt profitieren.