Ausgangssituation
Uganda verfügt über bedeutende Vorkommen kritischer Rohstoffe wie Graphit, Nickel, Kupfer, Kobalt und seltene Erden, die für erneuerbare Energien unverzichtbar sind. Gleichwohl steht seine Bergbauindustrie vor Herausforderungen: Abgebaut wird größtenteils im Kleinst- und Kleinbergbau, mit ineffizienten und unsicheren Methoden und weitgehend ohne Aufsicht. Zudem beeinträchtigen die Defizite bei der Regulierung, beim Zugang zu geologischen Daten und Finanzmitteln sowie bei der Durchsetzung das formale Wachstum und Investitionen. Zugleich führen Umweltschäden und soziale Belange zu Widerstand in den lokalen Gemeinschaften, was die Bemühungen um eine verantwortungsvolle Ausweitung des Bergbaus erschwert.
Ziel
Uganda bietet ein verlässlicheres und transparenteres Umfeld für den Bergbau, das den wirtschaftlichen Fortschritt und die soziale Entwicklung fördert.
Vorgehensweise
Das Projekt fördert mit nationalen Einrichtungen ein besseres Bergbauverfahren in Uganda. Es arbeitet mit regionalen Partnern in der Region Große Seen zusammen, um eine bessere Koordinierung und eine verantwortungsvolle Rohstoffgovernance zu gewährleisten. Sein Schwerpunkt liegt auf fünf Handlungsfeldern:
- Bergbauinvestitionen durch eine nationale Strategie, Digitalisierung und die Veröffentlichung geologischer Daten fördern,
- den Kleinst- und Kleinbergbau durch die Unterstützung von Kooperativen und Schulungen zu sicheren Verfahren formalisieren,
- die Verarbeitung mineralischer Rohstoffe und die Wertschöpfung im Land durch Kompetenzen und besseren Zugang zu Finanzmitteln fördern,
- die behördliche Aufsicht über den Bergbau mit digitalisierten Verfahren verbessern,
den verantwortungsvollen Abbau gemäß den Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Europäischen Union (EU) und der Internationalen Konferenz der Großen Seen (International Conference on the Great Lakes Region, ICGLR) fördern.
Stand: September 2025