Kontext
Im Jahr 2008 betrug Netto-Energie-Importe 85% des gesamten Primärenergieverbrauchs Weißrusslands Energieversorgung. Mehr als 90% des Stroms wurde aus Erdgas erzeugt. Mehr als 15 Jahren beschäftigte sich die belarussische Regierung ernsthaft bezüglich dieser kritischen Situation. Das erste nationale Energie-Spar-Programm (1996-2000) beinhaltete der Ersparnis von 5 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent in Energieressourcen. Fernwärmeversorgung und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Produktion wurde entwickelt, um etwa 70% des Landes Energiebedarfs zusichern. Diese neue Maßnahmen lösten eine Reaktion aus: ineffiziente Kesselanlagen wurden durch effiziente Modell-Ansetze ersetzt, die aus Mini-KWK-Anlagen bestehen. Der neue nationale Plan beinhaltet den Aufbau von Biomasse betriebenen Mini-KWK-Anlagen in 20 Städten bis 2016. Der staatliche Sektor bleibt aber der größte Verbraucher von Energie-Ressourcen im Land. Der Anteil des Staatlichen Sektors beträgt 68% von dem gesamten Energieverbrauch, der Bevölkerungsverbrach an Energie liegt dagegen unter 30% und der Privat-Sektor-Anteil ist weniger als 2%. Darüber hinaus nimmt die Energieverbrauchs Steuerung der staatlichen Unternehmen die unmittelbare Priorität bei den Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.
Ziel
Das Projekt zielt darauf ab, die Anstrengungen in Belarus im Hinblick auf Energieeinsparung zu unternehmen, indem sie eine aktivere Beteiligung sowohl von Regierungs- und Verwaltungsstellen, öffentlichen und privaten Sektor, als auch der Zivilgesellschaft zu beschleunigen. Darüber hinaus beabsichtigt GIZ, eine nachhaltige Qualität der Infrastruktur im Bereich der Energieeffizienz unter der Berücksichtigung der relevanten EU-und internationalen Normen/Vorschriften und bewährten technischen und administrativen Praktiken zu etablieren.
Konzept
Die GIZ unterstützt die Umsetzung des Energieeffizienz-Standardisierung-Programms. Zu diesen Zwecken bietet GIZ IS praktisches Wissen und internationale Praktiken aus EU-Mitgliedstaaten, um die maximale Nutzen der belarussischen Experten zu erziehen, und die Projektergebnisse nachhaltig an den örtlichen Gegebenheiten anzupassen, um die Erfüllung der Regierung- Prioritäten und die tatsächlichen Bedürfnisse der belarussischen Projektpartners zu sichern. Ergebnisse
Geschulte Spezialisten der regionalen Abteilungen führen die Kontrolle der rationellen und effizienten Nutzung von Brennstoff- und Energieressourcen durch. Beim Kauf von Haushaltsgeräten spielt die Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins im Rahmen des Energie-Sparkurs und der Energieeffizienzsteigerung größere Rolle. Energieverbrauchsmaßstäbe für Hersteller und Bauunternehmen sind entwickelt und in die nationale Normen und andere Dokumenten aufgenommen. Zentrale und dezentrale staatliche Strukturen sind mit einer Reihe von Rechtsinstrumenten und administrative Richtlinien für die Einhaltung von der bewährte Praktiken der Energieeffizienz ausgestattet Die GIZ als Konsortialführer trägt die gesamte Projekt-Verwaltung. Die Rolle der GIZ bei der Projektumsetzung begrenzt sich nicht auf die Gewährleistung eines reibungslosen Managements, sondern die Erfahrung aus Dutzenden ausgeführten Projekten in dem Energieeffizienzbereich und in die institutionelle Reform weltweit wird zugunsten alle Vertragspartners genutzt. Als einer der größten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit weltweit, hat GIZ jahrzehntelange Erfahrung in der Politik-und Rechtsberatung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebenen, wobei die Energie Nachhaltigkeit als eine der zentralen Projekt-Konzepte gefördert wurde. Aktive Anwaltschaft und Sensibilisierungsmaßnahmen sowohl der Energieeffizienz als auch der ENPI (Standardisierung, Stärkung im Bereich der Energieeffizienz von Konsumgüter und Industrieprodukte)und erneuerbare Energien sind ein natürlicher Bestandteil der GIZ-Aktivitäten. Die GIZ nutzt die langjährige Erfahrung in diesem Bereich zum Nutzen des Projekts und bezieht aktiv ihre Netzwerke in der Region ein.