Ausgangssituation
Der Sturz der Regierung im Jahr 1991, langwierige Konflikte, Angriffe durch die Terrormiliz Al Shabaab und häufige Umweltkatastrophen haben zu weitverbreiteter Armut und Binnenvertreibung in Somalia geführt. Die Coronapandemie und der Russland-Ukraine-Konflikt haben die humanitäre Situation weiter verschlechtert. Im Januar 2025 belief sich die Zahl der Binnenvertriebenen, die oft vor Klimaschocks oder politischer Unruhe geflohen sind, auf 3,5 Millionen. In Garowe, der Hauptstadt Puntlands, machen Binnenvertriebene inzwischen ein Drittel der Bevölkerung aus.
Das tägliche Leben ist geprägt durch beschränkte gesellschaftliche und wirtschaftliche Interaktionen zwischen Binnenvertriebenen und den aufnehmenden Gemeinden, extreme Armut, Ernährungsunsicherheit und Marginalisierung. Schwache staatliche Institutionen sind nicht in der Lage, die Binnenvertriebenen gesellschaftlich und wirtschaftlich zu integrieren, was die Situation verschärft.
Ziel
Besonders hilfebedürftige Binnenvertriebene und Bewohner*innen der aufnehmenden Gemeinden haben ihre sozioökonomische Resilienz und ihr Wohlergehen verbessert.
Vorgehensweise
Das Projekt fördert die sozioökonomische Inklusion in Somalia durch drei Hauptmaßnahmen:
• Es setzt ein Paket aufeinanderfolgender Maßnahmen im Sinne des Graduierungsansatzes um, zur Grundsicherung sowie beruflichen Weiterbildung und zum Aufbau von Existenzgrundlagen. Zudem stellt es langfristiges Coaching und Mentoring bereit.
• Das Projekt arbeitet mit ausgewählten lokalen Behörden und Einrichtungen daran, ihre Integrationskapazitäten zu verbessern. Des Weiteren führt es Initiativen zur Friedenskonsolidierung durch, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern.
• Mit regionalen Nichtregierungsorganisationen sowie lokalen wie internationalen Beratern will das Projekt 700 Haushalte erreichen. Dabei priorisiert es unter den Binnenvertriebenen und in den aufnehmenden Gemeinden besonders hilfebedürftige junge Menschen und Frauen.
Stand: Oktober 2025