Ausgangssituation:
Viele Menschen in Sambia können ihre Rechte nur schwer durchsetzen. Das betrifft vor allem Menschen, die arm sind, auf dem Land leben oder benachteiligten Gruppen angehören. Oft haben sie keinen Zugang zu rechtlicher Beratung oder Vertretung.
Zudem bleiben Korruption und mangelnde Transparenz große Herausforderungen für die demokratische Regierung.
Die Zivilgesellschaft in Sambia engagiert sich zwar aktiv für den Zugang zu Recht, mehr Transparenz und bessere lokale Dienstleistungen. Gleichzeitig wird der Handlungsspielraum für sie jedoch kleiner.
Ziel:
Staatliche Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen sind leistungs- und handlungsfähiger, wodurch mehr Menschen ihre Rechte einfordern und umsetzen können und sich die sambische Demokratie festigt.
Vorgehensweise:
Das Projekt setzt an drei Schwerpunkten an:
1. Zugang zu Recht verbessern: Es unterstützt die Arbeit und Ausbildung von Rechtsberater*innen und koordiniert Maßnahmen, die Straf- oder Justizbehörden sowie betroffene Bürger*innen entlasten, zum Beispiel Mediation und rechtliche Beratung in Gefängnissen und Polizeistationen.
2. Korruption vorbeugen: Es verbessert gemeinsam mit der Zivilgesellschaft die Korruptionsprävention durch Aufklärung der Bevölkerung und das frühe Melden von Korruptionsrisiken. Mitarbeitende von Aufsichtsinstitutionen werden zum Monitoring von Gesetzen geschult.
3. Zivilgesellschaft teilhaben lassen: Es unterstützt die Zivilgesellschaft dabei, gut begründete Empfehlungen in politische Entscheidungen einfließen zu lassen. Dazu fördert das Projekt Studien, Vernetzung und Dialogformate.
Das Projekt berät zudem Organisationen dabei, sich weiterzuentwickeln, aus Erfahrungen zu lernen und ihre Arbeit besser abzustimmen. Es unterstützt überdies dabei, rechtliche und politische Grundlagen weiterzuentwickeln.
Wie bereits das Vorgängerprojekt arbeitet es in den fünf Provinzen Lusaka, Southern, Central, Copperbelt und Luapula.