Grundwasser in Mexiko umweltgerecht managen

Ausgangssituation

Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie die zunehmende landwirtschaftliche Tätigkeit verstärken den Druck auf die Grundwasserleiter in Mexiko. Spätestens 2050 wird in zwei Dritteln der mexikanischen Bundesstaaten ein ausgeprägter Wassermangel erwartet.

Die Grundwasservorkommen sind entscheidend für die Wasserversorgung und die Speicherung von Wasser. Sie leiden jedoch unter Übernutzung und unzureichender Bewirtschaftung. Der zunehmende Druck führt zu sozioökologischen Konflikten, weil Industrie, Landwirtschaft und die betroffenen Gemeinschaften um das Wasser konkurrieren. Zugleich verstärkt der Klimawandel die Wasserknappheit, sodass lokale Bevölkerungen, Landwirt*innen und Industrieunternehmen in ihrer Existenz bedroht sind.

Diese Herausforderungen müssen bewältigt werden, um die langfristige Wasserverfügbarkeit zu gewährleisten und dabei den Schutz der Umwelt mit den Bedürfnissen der Menschen zu vereinbaren.

Ein Beispiel für Maßnahmen zum Schutz des Bodens: Mehrere Personen heben auf einem ausgedörrten Grundstück umgeben von Kakteen Gräben aus.

Ziel

Das Grundwassermanagement in Calera, Apan und Mexiko-Stadt ist verbessert, sodass die Wasserversorgung langfristig gesichert und der Wasserstress verringert wird.

Eine Gruppe von Personen steht in einer semiariden Landschaft auf Steinterrassen und beobachtet Erosionsschutzmaßnahmen.

Vorgehensweise

Das Projekt fördert eine umweltverträgliche Wasserbewirtschaftung, um dem Wasserdefizit in den Grundwasserleitern von Calera, Apan und Mexiko-Stadt entgegenzuwirken. Das Projekt:

  • unterstützt die Grundwasserneubildung durch Maßnahmen wie Tröpfchenbewässerung und bodenschonende Landwirtschaft und gewährleistet den Zugang zu Schulungsmaßnahmen und vergünstigten Finanzierungsmöglichkeiten für Landwirt*innen.
  • fördert grüne Infrastruktur und naturbasierte Lösungen, einschließlich Erosionsschutz und Erhalt von Ökosystemen, um die Wasserinfiltration zu verbessern und die Umwelt vor Ort zu schützen.

stärkt das hydrologische Monitoring, die Daten als Entscheidungsgrundlage liefern und mit Interessenträgern im öffentlichen, privaten und Hochschulbereich zusammenarbeiten, um integrierte Modelle für Wasser-Governance zu entwickeln.

Stand: Februar 2025

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