Ausgangssituation
Elfenbein, Nashorn-Horn und Pangolinschuppen gehören zu den meistgehandelten illegalen Wildtierprodukten weltweit. Sie stammen überwiegend aus Afrika und sind vor allem in asiatischen Ländern nachgefragt. Dort gelten bestimmte Wildtierprodukte als Statussymbol oder werden in der traditionellen Medizin genutzt.
Wildtierkriminalität bedroht Tierbestände und ihre Lebensräume. Zudem gefährdet sie die Wirtschaft, Sicherheit und politische Stabilität von Staaten. Der illegale Handel behindert damit Entwicklung und schwächt die Regierungen.
Es ist bereits gelungen, die Wilderei regional einzudämmen. Politische Instabilität, erstarkende kriminelle Netzwerke und wachsende Korruption gefährden jedoch die Erfolge. Gleichzeitig nehmen Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren - besonders mit Elefanten - zu.
Ziel
Wichtige Verantwortliche setzen erprobte Ansätze um, die länderübergreifende organisierte Wildtierkriminalität eindämmen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in vier Bereichen:
- Es unterstützt staatliche und zivilgesellschaftliche Partner, um Wilderei in grenzübergreifenden Schutzgebieten abzuwehren und bezieht dabei lokale Gemeinschaften ein.
- Das Vorhaben verbessert in den Kooperationsländern zudem die grenz- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit, damit Behörden effizient gegen organisierte Wildtierkriminalität ermitteln können.
- Es reduziert die Nachfrage nach Wildtierprodukten in Asien, indem es Konsummuster analysiert und zielgruppenspezifische Aufklärungskampagnen umsetzt.
- Darüber hinaus fördert es den nationalen und internationalen Austausch, bereitet Erfahrungen auf und verbreitet diese.
Das Vorhaben tauscht sich mit den zuständigen deutschen Bundesministerien sowie deren nachgeordneten Behörden aus. In den Kooperationsländern arbeitet es mit staatlichen und nichtstaatlichen Partnern sowie anderen Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Stand: Mai 2026