Ausgangssituation
Wälder bedecken 42 Prozent der Fläche Vietnams und spielen eine zentrale Rolle, damit das Land sein Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreicht. Allerdings ist die Waldqualität weiterhin gering, es gibt wenig Artenvielfalt, und Klimarisiken wie etwa Sturmschäden wachsen stetig.
Vietnam ist zwar Asiens zweitgrößter Holzexporteur, auf seinen Plantagen werden jedoch überwiegend Modelle mit kurzen Umtriebszeiten zur Herstellung von Holz-Hackschnitzeln genutzt. Da das inländische Angebot daher nicht die steigende Nachfrage nach großem Stammholz decken kann, macht Sägeholz 60 Prozent der Holzimporte aus. Trotz Bemühungen von politischer Seite fehlt es den Waldeigentümer*innen an Erfahrung mit dem Anbau von Sägeholz und am Zugang zu Finanzmitteln. Auch der regulatorische Rahmen schafft kaum Anreize für Veränderungen.
Ziel
Vietnam hat Fortschritte bei der Einführung klimafreundlicher Forstwirtschaftspraktiken gemacht, welche die langfristigen Ziele für Umwelt und Wirtschaft unterstützen.
Vorgehensweise
Das Projekt:
- berät Interessenvertreter*innen auf Landes- oder Provinzebene dazu, wie der gesetzliche Rahmen verbessert werden kann, damit dieser die Umstellung auf eine umweltfreundliche Forstwirtschaft vorantreibt;
- baut das Wissen von Dienstleister*innen aus; diese können ihrerseits die Fähigkeiten von Waldeigentümer*innen verbessern, ihre Plantagen auf lange Umtriebszeiten umzustellen;
- unterstützt Waldeigentümer*innen dabei, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und Finanzierungsmöglichkeiten für die Umstellung zu ermitteln.
Bei allen Aktivitäten fördert das Projekt die Gleichberechtigung der Geschlechter. Das Beratungsunternehmen unique land use GmbH unterstützt die lokale Umsetzung dieser Maßnahmen.