Umweltfreundliche und inklusive Energiewende fördern
Ausgangssituation
Bolivien erzeugt etwa zwei Drittel seines Stroms durch Erdgas. Diese Abhängigkeit birgt nicht nur wirtschaftliche Risiken, weil die Preise auf dem internationalen Energiemarkt schwanken. Hinzukommen ökologische Herausforderungen durch steigende Treibhausgasemissionen sowie Gefahren für die langfristige Versorgungssicherheit. Denn die Verfügbarkeit von Gas als Rohstoff für die Stromerzeugung im Land nimmt ab.
Ziel
Die bolivianische Energieversorgung ist umweltfreundlich und inklusiv. Dafür sind die finanziellen, operativen und technischen Rahmenbedingungen im Bereich Strom verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Es arbeitet eng mit dem bolivianischen Ministerium für Kohlenwasserstoffe und Energie und dem Vizeministerium für Elektrizität und Erneuerbare Energien zusammen.
Das Vorhaben setzt folgende Maßnahmen um:
1. Es integriert erneuerbare Energien in die bolivianischen Stromnetze, um die Abhängigkeit von Gas in der Stromerzeugung zu verringern.
2. Es fördert dezentrale, umweltfreundliche und inklusive Energieversorgungsmodelle.
3. Es steigert die Energieeffizienz in staatlichen Institutionen und der Privatwirtschaft.
4. Es fördert Elektromobilität, um Abhängigkeit von Gas und Diesel im Transportbereich zu verringern.
5. Es beteiligt Frauen stärker im Energiebereich, indem es ihre Führungs- und Entscheidungspotenziale fördert.
Um dies erreichen, unterstützt das Vorhaben die technischen Fähigkeiten im Energiebereich sowie die Weiterentwicklung der nationalen Energiepolitik. Darüber erarbeitet es Finanzierungsalternativen.