Ausgangssituation
Die weltweite Urbanisierung schreitet rasant voran. Bis 2050 wird sich die Stadtbevölkerung laut Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als verdoppeln. Fast 7 von 10 Menschen werden in Städten leben.
Um alle Stadtbewohner*innen beherbergen und versorgen zu können, müssen 60 Prozent der Infrastruktur noch gebaut werden. Das erzeugt einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Treibhausgase.
Doch Städte bieten auch Potenziale, diese Herausforderungen zu bewältigen. Schon kleine Veränderungen können große Wirkungen erzielen und viele Menschen gleichzeitig erreichen. Beispielsweise könnten Städte mit derzeit bereits verfügbaren Techniken und Maßnahmen die Treibhausgase durch Gebäude, Transport, Infrastruktur und Abfall weltweit bis 2050 um rund 90 Prozent senken.
Ziel
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert eine sozialgerechte, klimaneutrale und resiliente Stadtentwicklung – vor allem in den rasant wachsenden Klein- und Mittelstädten.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in drei Schwerpunkten:
1. Es berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dabei, eine nachhaltige Urbanisierung und integrierte Stadtentwicklung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verankern.
2. Es unterstützt das BMZ dabei, priorisierte Stadtentwicklungsthemen strategisch zu positionieren und die Beiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit international sichtbarer zu machen. Es bereitet Wissen auf und entwickelt und verbreitet innovative und skalierbare Ansätze über die Website CityTransitions und den Blog URBANET.
3. Es organisiert in der Laufzeit bis zu drei Wettbewerbe, in denen erfolgreiche und innovative Maßnahmen und Ansätze, die Ziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung umsetzen, prämiert werden.
Hierbei leistet das Vorhaben wichtige Gremienarbeit in etablierten Partnerschaften, darunter UN-Habitat, die Cities Alliance (CA), die Cities Climate Finance Leadership Alliance (CCFLA) und dem Gap Fund.
Stand: August 2025