Ausgangssituation
Vom Tier auf den Menschen übertragene Infektionskrankheiten (Zoonosen) und umweltbedingte Gesundheitsrisiken sind in Westafrika weit verbreitet und stellen eine große Herausforderung dar. Koordinierte Maßnahmen zwischen Tier-, Umwelt- und Humangesundheit – bekannt als „One Health"-Ansatz – sind der Schlüssel zur effizienten Kontrolle von Krankheitsausbrüchen.
Allerdings ist dieser Ansatz innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) unzureichend entwickelt. Dies erschwert effektive regionale Präventions- und Kontrollmaßnahmen und gefährdet dabei die öffentliche Gesundheit.
Ziel
Der „One Health"-Ansatz, der die Pandemieprävention und -vorsorge verbessern soll, ist in der gesamten ECOWAS-Region schrittweise ausgebaut und verankert.
Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt die ECOWAS-Kommission, die Westafrikanische Gesundheitsorganisation (WAHO), das Regionale Zentrum für Überwachung und Seuchenkontrolle (RCSDC), das Regionale Zentrum für Tiergesundheit (RAHC) und das Direktorat für Umwelt und natürliche Ressourcen (DENR) dabei, ein stärkeres regionales System zur Prävention und Reaktion auf Pandemien auszubauen.
Das Projekt hat die folgenden Handlungsschwerpunkte:
- Es verbessert die Fähigkeit regionaler und nationaler Gesundheitseinrichtungen zur digitalen Überwachung und Kontrolle von Infektionskrankheiten in der Region mit Hilfe des elektronischen Systems SORMAS.
- Es stellt sicher, dass die „One Health"-Koordinierungsplattform einsatzfähig ist und die regionale ECOWAS-„One Health"-Strategie umsetzen kann.
- Es schafft bessere Bedingungen für die ECOWAS-Mitgliedstaaten, um sich aktiv an geschlechtersensiblen Pandemiepräventions-, -vorsorge- und -reaktionsmaßnahmen beteiligen zu können. Hierzu zählen auch effiziente Risikokommunikationsmaßnahmen, um die langfristige Anwendung des „One Health"-Ansatzes sicherzustellen.