Energieeffizienz in der Ukraine steigern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung von Energieeffizienz und Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie in der Ukraine
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Schweiz
Land: Ukraine
Politischer Träger: Ministerium für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien der Ukraine
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2025

Ausgangssituation

Als Mitglied der Europäischen Energiegemeinschaft (EE) hat sich die Ukraine 2011 dem Ziel verschrieben, mit der Europäischen Union (EU) und ihren Nachbarstaaten einen gemeinsamen Energiemarkt mit verbindlichen Regeln und Prinzipien zu bilden. 2014 unterzeichnete die Ukraine zudem das EU-Assoziierungsabkommen und verpflichtete sich damit, die Standards der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EER) einzuführen, den Energiesektor zu reformieren und den Energieverbrauch bis 2030 zu halbieren.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für Energieeffizienz in der Ukraine werden besser genutzt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät die ukrainische Regierung zu rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich Energie, beispielsweise bei thermischen Modernisierungen. Zudem erhalten kommunale Beschäftigte im Rahmen des Projekts Fortbildungen zu Energiemanagement. Gleichzeitig berät das ProjektPartner*innen aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darin, wie sie EE-Investitionen in ihren Regionen bestmöglich nutzen können. Dabei setzt das Projekt auf Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten und die Steigerung der Attraktivität der Ingenieurs- und Technikberufe in der Energiebranche. Dies soll vor allem als Sprungbrett  für weibliche Beschäftigte und junge Berufseinsteiger*innen dienen.

Als Teil der nationalen Strategie zur thermischen Modernisierung von Gebäuden wurde 2020 eine Datenbank eingeführt, die Kennwerte von 13.000 öffentlichen Gebäuden aus 23 Regionen der Ukraine dokumentiert. Das Projekt unterstützt die Datensammlung sowie die Entwicklung neuer Gesetze.

Das Vorhaben entwickelt und organisiert Trainingskurse, Schulungen, Webinare und Online-Konferenzen. So trägt es dazu bei, die Angebote der Bildungseinrichtungen und somit die Qualifikationen von etwa 4.000 Beschäftigten in der Energiebranche auszubauen. Circa 20 Prozent der Beschäftigten sind Frauen.

Zusätzlich unterstützt das Projekt 25 kommunale Modernisierungsprojekte, die jeweils zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs der Kommunen um mindestens 20 Prozent beitragen sollen.

Stand: Oktober 2021