Wasserwirtschaft in Tunesien reformieren und natürliche Ressourcen schützen
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Reform des tunesischen Wassersektors und Schutz natürlicher Ressourcen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministère de l’Agriculture, des Ressources Hydrauliques et de la Pêche,
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2024

Ausgangssituation
Die Wasserbilanz Tunesiens ist negativ. Das bedeutet, es wird in Landwirtschaft, Industrie und Haushalten mehr Wasser verbraucht, als langfristig durch Zuflüsse oder Regen verfügbar ist. Die Übernutzung betrifft vor allem das Grundwasser. Folglich sinkt jedes Jahr der Grundwasserspiegel im ganzen Land. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern graben ohne Genehmigungen Tiefbrunnen und beschleunigen diesen Trend. Das tunesische Landwirtschaftsministerium erkennt darin unumkehrbare Folgen für die Entwicklung des Landes. Das Wasserressourcenmanagement muss dem entgegensteuern, setzte bisher aber nur auf die Bereitstellung von Wasser durch Staudämme. Eine effiziente Nutzung von Wasser wurde nicht priorisiert.
Ziel
Die tunesische Wasserwirtschaft ist verbessert. Die Verwaltung ergreift proaktiv Maßnahmen, um den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser in Landwirtschaft, Haushalt und Industrie zu verbessern.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt Partner*innen durch Politikberatung, Aufbau von modernen Datenbanken für Verwaltungsaufgaben und die Aus- und Fortbildung von Landwirten. Zudem wird die Öffentlichkeit bezüglich verantwortungsvoller Wassernutzung sensibilisiert, Grundwasserbewirtschaftungspläne erarbeitet und der Bau von Wasserspeichern und Zisternen gefördert. Gleichzeitig berät das Vorhaben hinsichtlich einer langfristig sinnvolleren Nutzung natürlicher Wasser- und Bodenressourcen in der Nahrungsmittelproduktion, um den Wasserverbrauch zu reduzieren und praktische Lösungen zu entwickeln.
Dabei arbeitet das Vorhaben vor allem in den Pilotregionen Nabeul, Zaghouan, Mehdia und Kébili.

Stand: November 2021