Ländliche Entwicklung zukunftsfähig gestalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sektorvorhaben Ländliche Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Kombi-Finanzierung der Partnerorganisation Organizzazione internationale italo-latino americana (IILA) zum Thema „Alternative Entwicklung in Drogenpflanzenanbaugebieten“ im Rahmen des EU-finanzierten „Cooperation Programme between Latin America, the Caribbean and the European Union on Drugs Policies“ (COPOLAD III)
Land: Überregional​​​​​​
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Foto: © GIZ / Binh Dang Vietnamesische Landschaft mit bewaldeten Bergen, Feldern und einer kleinen Ortschaft

Ausgangssituation

Trotz Fortschritten in den vergangenen Jahrzehnten leben weltweit 80 Prozent der Menschen, die von extremer Armut betroffen sind in ländlichen Regionen. Insbesondere der wachsenden jungen Generation auf dem Land fehlen Perspektiven: Zu wenige Jobs, fehlender Zugang zu Land, Kapital und Bildung, unzureichende Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe, schwache institutionelle Strukturen und schlechte Infrastruktur behindern die nachhaltige Entwicklung.

Neben den gesellschaftlichen Herausforderungen verschärfen die Übernutzung natürlicher Ressourcen sowie die Auswirkungen des Klimawandels die prekäre Situation. Das führt zu Konflikten um Ressourcen und Land sowie zu wachsender ländlicher Armut.

Damit Menschen auf dem Land lebenswerte Perspektiven finden, Einkommen erwirtschaften und sich gesund ernähren können – ohne dabei planetare Grenzen zu überschreiten, braucht es kohärente Politiken und Förderprogramme, sektorübergreifendes Handeln sowie transformative Ansätze.

Foto: © GIZ / Florian Kopp Zwei Hände zeigen etwas auf einer Landkarte an.

Ziel

Zukunftsfähige Konzepte für eine nachhaltige Transformation ländlicher Räume sind in internationalen und nationalen Politikprozessen und Programmen verankert.

Foto: © GIZ / Ranak Martin Frauen auf einem Feld in Bangladesch.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu Fragen der ländlichen Regionalentwicklung, zu Good Rural Governance und Zugang zu Land, Agrarökologischer Transformation, zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und zur Klimaanpassung und -minderung im ländlichen Raum. Es arbeitet entlang dreier Handlungsfelder, wobei gendertransformative und digitale Ansätze übergreifend eine zentrale Rolle spielen:

Das Vorhaben berät das BMZ dabei, Politiken zu formulieren, Strategien zu entwickeln, sich zu ländlicher Entwicklung zu positionieren und das Portfolio im Thema zu gestalten. Es beobachtet, analysiert und kommentiert dafür laufend das wissenschaftliche und entwicklungspolitische Umfeld. Dazu werden evidenzbasierte wissenschaftliche Ergebnisse und Trends aus der Praxis eingebracht.

Zudem arbeitet es Praxiserfahrungen auf, entwickelt innovative Methoden und Konzepte und gestaltet relevante Wissensplattformen und Netzwerke aktiv mit. Wissensprodukte werden erarbeitet und für das Mainstreaming der Themen ins Portfolio genutzt.

Durch Lern- und Austauschformate unterstützt das Vorhaben Akteure der internationalen Zusammenarbeit und ihre Partnerinstitutionen, relevante Kapazitäten aufzubauen. Es fördert die Entwicklung neuer und die Verbreitung erprobter Ansätze.

Über eine Kofinanzierung der Partnerorganisation IILA werden die Projektaktivitäten zum Thema “Alternative Entwicklung in Drogenpflanzenanbaugebieten” des EU-finanzierten COPOLAD III-Vorhabens begleitet.

Stand: Februar 2022