Modernisierung des Beamtenevaluierungs- und Ausbildungssystems in Tunesien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Modernisierung des Beamtenevaluierungs- und Ausbildungssystems in Tunesien, MFP
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien​​​​​​​
Politischer Träger: Premierministeramt ​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Die öffentliche Verwaltung Tunesiens steht vor großen Herausforderungen. Der Staat hat sich seit der Revolution von 2011 stark verschuldet. Eine der Ursachen für steigende Staatsausgaben sind die Lohnkosten für einen großen Beamtenapparat.. Gleichzeitig ist die Leistungsfähigkeit der Staatsbediensteten nicht ausreichend. Dies zeigt sich in der Unzufriedenheit der Bevölkerung und zum Teil nur schleppend vorankommenden Reformen. Aufgrund mangelnder Leistungsanreize und einer wenig zielgerichteten Aus- und Fortbildung sind viele Beamten und Beamtinnen nicht motiviert.

Durch Gesetzesanpassungen und Organisationsentwicklung für die zuständigen Institutionen müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Verwaltung modernisieren zu können.

Ziel

Das Evaluierungs- und Ausbildungssystem der Verwaltung ist modernisiert und Beamt*innen sind besser qualifiziert.

Vorgehensweise

Das Projekt ist in drei Handlungsfelder unterteilt:

  1. Es werden Ansätze, Instrumente und Konzepte entwickelt, um Aus- und Fortbildungsangebote standardisieren und zertifizieren zu können.
  2. Zudem soll ein objektives und transparentes System eingeführt werden, um die Arbeit von Beamt*innen besser evaluieren zu können. Dafür werden Bewertungsansätze für Beschäftigte im öffentlichen Dienst weiterentwickelt. So sollen Stärken und Schwächen des Personals deutlich gemacht werden können und Entwicklungs- und Fortbildungspotenziale aufgezeigt werden.
  3. Schließlich fördert das Vorhaben den Dialog zwischen Staat, Gewerkschaften, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen. So wird ein Bewusstsein für Reformschritte gefördert und die tunesische Bevölkerung in den Prozess mit einbezogen.

Stand: Oktober 2021