Energiespeichertechnologien – Schlüssel für die Energiewende in Brasilien (DKTI)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: DKTI – Deutsch-brasilianische Technologiepartnerschaft für Energiespeicherung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Land: Brasilien
Politischer Träger: Ministerium für Bergbau und Energie / Ministério de Minas e Energia (MME)
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Brasilien steht am Anfang eines rasanten Wachstums im Bereich der erneuerbaren Energien. Da erneuerbare Energien, die vor allem aus Sonne und Wind gewonnen werden, jedoch nicht konstant verfügbar sind, führt ein verstärkter Einsatz dieser Quellen zu Schwankungen in der Stromversorgung des Landes.

Um diesen Schwankungen entgegenzuwirken, werden Speichertechnologien benötigt, die die Netzstabilität und Versorgungssicherheit verbessern. Die derzeit ausgereifteste und wirtschaftlichste Energiespeichertechnologie ist die Batteriespeicherung. Der Schwerpunkt des im Rahmen der Deutschen Klima- und Technologieinitiative (DKTI) durchgeführten Energiespeichervorhabens liegt daher auf der Integration von Batteriespeichern in netzgekoppelte wie auch netzunabhängige Systeme. Für das Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele spielt die erfolgreiche Nutzung von Energiespeichertechnologien eine zentrale Rolle.

Energiespeichertechnologien ermöglichen zudem die Vernetzung verschiedener Bereiche der Energiewirtschaft, wie Elektrizität, Wärmeversorgung, Verkehr, mit den Erfordernissen der Industrie.  In einem gemeinsamen Ansatz werden Potenziale analysiert und Vernetzungen dort, wo sie bereits praktiziert werden, optimiert. Einen wesentlichen Beitrag soll in Zukunft „Power-to-X“, kurz PtX, leisten. PtX ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren und Technologien zur Speicherung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien.

Ziel

Die Voraussetzungen für den breiten Einsatz von Energiespeichertechnologien zur Verbesserung der Netzstabilität und Versorgungssicherheit in Brasilien sind geschaffen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät politische Entscheidungsträger*innen, Regulierer, Stromversorger und Netzbetreiber dabei, Möglichkeiten und Optionen der technischen Nutzung von Energiespeichern zu bewerten und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Es berät unabhängige Stromversorger und Netzbetreiber im Norden Brasiliens bei der Planung von Energiespeichern und ihrer Integration in isolierte Stromnetze. Und es unterstützt staatliche und private Forschungsinstitutionen in Brasilien beim Aufbau von Kooperationen und Netzwerken mit internationalen Unternehmen und bei der anwendungsorientierten Forschung, insbesondere auch mit Partnern aus Deutschland.

Im Rahmen seiner Strategie zur Kompetenzentwicklung bietet das Vorhaben Schulungen und Fach- und Politikberatung an, um den breiten Einsatz von Energiespeichertechnologien in Brasilien zu fördern.

Im Bereich Organisationsentwicklung werden Maßnahmen zur Verbesserung von Ausschreibungsverfahren und Projektfinanzierung und zur Unterstützung der Entwicklung neuer Dienstleistungsangebote wie Geschäfts- und Finanzierungsmodelle durchgeführt. Zudem werden beispielsweise im Kontext von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben interdisziplinäre Arbeitsstrukturen etabliert, um Kompetenznetzwerke aufzubauen und den Erfahrungsaustausch zu fördern.

Eine weitere Komponente des Vorhabens sind Analysen und Studien zu Themen wie technischen Nutzungsmöglichkeiten, Kosten und Nutzen der Integration von Energiespeichern, Energieplanungsmodellen, dem Einsatz von Netzspeichertechnologien und der Integration von Energiespeichern in das brasilianische Stromnetz.

Stand: Oktober 2021

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