Beschäftigung, Handel und Investitionen im Mittelmeerraum fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: UfM Hub für Jobs, Handel und Investitionen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Albanien, Algerien, Bosnien und Herzegowina, Ägypten, Jordanien, Libanon, Marokko, Mauretanien, Montenegro, Palästinensische Gebiete, Tunesien, Türkei
Politischer Träger: Sekretariat der Union für den Mittelmeerraum
Gesamtlaufzeit: 2022 bis 2025

Ausgangssituation

Im Mittleren Osten und Nordafrika ist die hohe Arbeitslosigkeit eine Herausforderung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Besonders davon betroffen sind junge Menschen und Frauen: 20 Prozent der Frauen sind arbeitslos, 34 Prozent der Menschen im Alter zwischen 15 und 24 besuchen keine Schule, haben keine Arbeit und befinden sich nicht in einer Ausbildung. Die COVID-19-Pandemie hat diese Probleme noch verstärkt.

Damit verwandte Themen sind die geringen ausländischen Direktinvestitionen in Nordafrika und ein unzureichender regionaler Handelsverkehr. Nur drei Prozent des Handelsverkehrs in der Mittelmeerregion findet zwischen den südlichen Mittelmeerländern statt. Der wenig ausgeprägte Handel zwischen afrikanischen Staaten und eine unzureichende Infrastruktur erschweren die weitere Eingliederung der Länder des Mittleren Ostens und Nordafrikas in regionale und weltweite Wertschöpfungsketten. Der Gütertransportzwischen diesen Staaten ist zudem sehr teuer und zu zeitaufwändig.

Die Union für den Mittelmeerraum (Union for the Mediterranean, UfM) bringt 42 Länder aus der Region zusammen und spielt eine entscheidende Rolle darin, den regionalen Austausch und die regionale Zusammenarbeit voranzubringen. Die UfM hat ein einzigartiges Potenzial als Dialog- und Wissensplattform für Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft sowie aus der Zivilgesellschaft.

Ziel

Die regionale Kooperation in den Bereichen Beschäftigung, Handel und Investitionen wird im Rahmen der UfM verbessert.

Vorgehensweise

Aufbauend auf vorrangegangener Kooperation stärkt das GIZ-Vorhaben „UfM Hub für Jobs, Handel und Investitionen“ die regionale wirtschaftliche Integration im Mittelmeerraum, indem die Kapazitäten der UfM als Multi-Stakeholder-Plattform gestärkt werden. Schwerpunkt der Projektarbeit sind die UfM-Mitgliedstaaten in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Die Mitgliedstaaten innerhalb der EU und auf dem Balkan werden durch Peer-learning-Aktivitäten und Austauschformate einbezogen.

Die Projektarbeit zielt darauf ab, regionale Austausch- sowie Lern- und Kooperationsformate der UfM in den Bereichen Beschäftigung, Handel und Investitionen weiterzuentwickeln. Die Mehrzahl der innovativen Projektmaßnahmen wird in Kooperation mit Handlungsträger*innen der Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und dem Bildungssektor erarbeitet. Hierzu gehören Gender-spezifische Maßnahmen (mit Bezug zu Frauenbeschäftigung und Frauen im Handel), digitale Lösungen sowie die Unterstützung der African Continental Free Trade Area (AfCFTA) in Nordafrika.

Gleichzeitig strebt das Projekt es an, die Kapazitäten des UfM-Sekretariats und des dortigen Personals durch Weiterbildungskurse, Studienreisen, praxisorientiertes Lernen sowie technische und organisatorische Beratungsleistungen zu verbessern.

Stand: April 2022