Arbeitsmarkt verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Zugang zum Arbeitsmarkt in den Palästinensischen Gebieten
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Land: Palästinensische Gebiete
Politischer Träger​​​​​​​: Das palästinensische Arbeitsministerium 
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Während der PALM-Abschlusszeremonie für Arbeitsvermittler*innen halten vier Personen ihre Zertifikate in die Kamera. Copyright: GIZ / Ameen Saeb.

Ausgangssituation

Knapp ein Drittel der Erwerbspersonen in den Palästinensischen Gebieten sind arbeitslos. Besonders gravierend ist die Situation für junge Menschen zwischen 20 bis 24 Jahren, von denen etwa die Hälfte arbeitslos ist. Obwohl viele Frauen gut gebildet sind, arbeiten nur etwa 19 Prozent von ihnen.

Um den Bedarf nach Arbeit zu decken, müssten auf dem palästinensischen Arbeitsmarkt bereits jetzt 58.000 Jobs pro Jahr neu geschaffen werden. Dieser Bedarf wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung bis 2050 noch um etwa 30 Prozent erhöhen. Diesem überwältigenden Andrang kann die palästinensische Wirtschaft, die extrem vom israelischen Markt und internationalen Gebern abhängig ist, derzeit nicht gerecht werden. Darüber hinaus sind die Beschäftigungsbedingungen in vielen Betrieben schlecht, weshalb die Fluktuation von Arbeitskräften hoch ist. Gleichzeitig verfügen viele junge Menschen nach ihrer Ausbildung nicht über die geforderten Qualifikationen für die Arbeit, sodass die wenigen verfügbaren Stellen nur mühsam besetzt werden können.

Angesichts dieser Herausforderungen muss Arbeitsmarktpolitik in Palästina eine Schlüsselrolle spielen.

Ziel

Die Arbeitsmarktpolitik ist so verbessert, dass die Bedarfe von Arbeitssuchenden und Unternehmen gedeckt sind.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät regionale Beschäftigungsbeiräte dabei, ein lokales Arbeitsmarktmonitoring einzuführen. Die daraus generierten regionalen Informationen sollen helfen, den Arbeitsmarkt besser steuern und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen durchführen zu können. Darüber hinaus qualifiziert das Vorhaben Arbeitsämter, Kammern und andere Dienstleister darin, bedarfsgerechte Arbeitsmarktdienstleistungen umzusetzen und zielgruppengerecht weiterzuentwickeln. Dazu zählen Berufsberatungen, Vermittlungsaktivitäten und digitale Informationsangebote. Dabei wird auch die Zusammenarbeit mit Berufsschulen und Wirtschaftsverbänden gefördert. Gleichzeitig verbessert das Vorhaben das Leistungsangebot für Gründungsförderung, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen.

Stand: Oktober 2022

Eine Frau in Laborkittel und Schutzkleidung arbeitet im Rahmen des PALM-Praktikant*innenprogramms in einer Fabrik. Copyright: GIZ / Ameen Saeb.