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Myanmar

Nach einer fast zwanzigjährigen Unterbrechung hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ihre Arbeit in Myanmar im Jahr 2012 wieder aufgenommen. Aktuell arbeiten 169 nationale und 41 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, drei integrierte Fachkräfte sowie sieben Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer in Myanmar (Stand 31.12.2018). Das GIZ-Büro befindet sich in der Hauptstadt Yangon.

Im Jahr 2011 endete in Myanmar die mehr als 50 Jahre andauernde Militärherrschaft. Seither durchläuft das Land einen umfassenden politischen und ökonomischen Transformationsprozess. Dieser stellt den Vielvölkerstaat vor große Herausforderungen. 
70 Jahre bewaffneter Konflikte zwischen Militär und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen spiegeln sich bis heute in ethnisch-religiösen Spannungen wider. Außerdem sind Wirtschaft und Infrastruktur nur schwach entwickelt. Durch die Krise im Rakhine Staat und die Vertreibungen religiöser Minderheiten nach Bangladesch steht Myanmar unter starker internationaler Kritik. Dem gegenüber stehen Liberalisierungs- und Demokratisierungsbemühungen ziviler Reformkräfte.

Trotz einiger Fortschritte, etwa in den Bereichen Elektrifizierung, Bildung und Wirtschaft, bleibt der Reformdruck hoch. Gerade auf dem Land und in Konfliktgebieten ist die Bevölkerung überproportional oft von Armut und unsicheren Lebensbedingungen betroffen. Die Bildungschancen sind schlecht, die Einkommensmöglichkeiten ungenügend. 

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das Bundesunternehmen die Reformbemühungen des Landes für einen inklusiven und nachhaltigen Transformationsprozess. Schwerpunkte sind:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung 
  • Ländliche Entwicklung

Um die landesweite Armut zu senken und nachhaltiges und sozial ausgewogenes Wirtschaftswachstum zu schaffen, sind Entwicklung der Privatwirtschaft, Förderung des Finanzsektors sowie Berufliche Bildung wichtige Themen der Arbeit der GIZ. Ein Fokus liegt auf Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen. 

Mit dezentralen Stromnetzen, sogenannten Mini-Grids, unterstützt die GIZ die Elektrifizierung in ländlichen Gebieten. Darüber hinaus konzentriert sich die deutsch-myanmarische Zusammenarbeit auf den Ausbau ressourcenschonender Aquakulturen und eine verbesserte Qualität und Sicherheit in der landwirtschaftlichen Produktion. 

Darüber hinaus arbeitet die GIZ in (ehemaligen) Konflikt-Gebieten, um die Ernährung von insbesondere Frauen und Kleinkindern zu verbessern. Durch Aus- und Weiterbildungen entstehen auch hier Chancen auf ein besseres Einkommen für Binnenvertriebene und umliegende Gemeinden.
 

 

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Projektevaluierungen

Gesichter und Geschichten

Nan Tint Tint Khaing, Berufsschullehrerin aus Myanmar