Gewalt gegen Frauen und Kinder entgegenwirken – Zugang zu Recht ausbauen

Zugang zu Recht für Frauen und Kinder // Society in Action for Equality (SAFE)

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2022 bis 2025

  • Produkte und Fachexpertise

    Staat und Demokratie

Zwei Studentinnen der Law School of Tanzania halten ein Plakat zu „16 Days of Activism“. Copyright: GIZ Tanzania

Ausgangssituation

Tansania liegt bei der Häufigkeit sexueller und geschlechtsbasierter Gewalt deutlich über dem regionalen Durchschnitt. Sexuelle und gewalttätige Übergriffe, oft durch (Ex-)Partner, psychische Gewalt sowie schädliche traditionelle Praktiken sind die häufigsten Formen. Betroffen sind neben Frauen und Mädchen auch Jungen, besonders im schulischen und familiären Umfeld.

Gerade bei vulnerablen Bevölkerungsgruppen fehlen oft das Wissen und Bewusstsein zu Rechten und Rechtsverletzungen. Gleichzeitig ist es notwendig, spezifische Expertise, insbesondere zur konsequenten Umsetzung eines opfer-/überlebendenzentrierten Ansatzes, bei der Strafverfolgung, Justiz und rechtlichen Beratung auszubauen sowie die Unterstützung für Überlebende zu verbessern, wenn es zu Gerichtsverfahren kommt. Auch sind Angebote der medizinischen Versorgung, (psycho-)sozialen Arbeit und Strafverfolgung unzureichend vernetzt, um Betroffene bestmöglich zu unterstützen. Der gesellschaftliche Diskurs und die Ächtung von geschlechtsbasierter Gewalt sind noch nicht in der Breite angekommen.

Ziel

Die Voraussetzungen für den Zugang zu Recht für Frauen und Kinder, besonders in Fällen von sexualisierter und geschlechtsbasierter Gewalt, sind verbessert.

Zwei Frauen spielen in einem Theaterstück zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Copyright: GIZ Tanzania.

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet in drei Bereichen:

  • Es unterstützt das Justizministerium dabei, rechtliche, institutionelle und soziale Ursachen zu identifizieren, die den Rechtszugang für Frauen und Kinder bei Gewalt erschweren. Zudem entwickelt es Reformempfehlungen.
  • Das Vorhaben fördert außerdem Angebote staatlicher Stellen – inklusive der Polizei – sowie nichtstaatlicher Akteure wie Legal Aid Units, um Betroffene von geschlechtsbasierter Gewalt zu unterstützen.
  • Darüber hinaus unterstützt es gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern eine landesweite Kampagne, um geschlechtsbasierte Gewalt zu mindern. Mithilfe kreativer Formate wie Film und Theater sollen Debatten angestoßen, über Rechte und Rechtsverletzungen aufgeklärt sowie die Bekanntheit und Nutzung von Angeboten für Betroffene verbessert werden.
Studenten der Law School of Tanzania halten ein Plakat zu „16 Days of Activism“. Copyright: GIZ Tanzania.

Stand: März 2023