Stärkung des Zugangs zu modernen Energiedienstleistungen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Energising Development – EnDev Peru
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Peru
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2018

Peru. Fotovoltaisches System zur Stromerzeugung für Beleuchtung. © GIZ

Ausgangssituation

Mehr als zwei Millionen Haushalte in Peru nutzen Biomasse, Holz, tierische Abfallprodukte oder Kohle zum täglichen Kochen. Zudem haben mehr als drei Millionen Menschen immer noch keinen Zugang zu Elektrizität und sind gezwungen, viel Geld für Energiequellen wie Batterien, Kerzen und Feuerzeuge auszugeben. Darüber hinaus stellen die Abgase, die etwa durch das Verbrennen von Holz oder Dieselkraftstoffen in den Wohnräumen entstehen, ein Gesundheitsrisiko für die Bewohner dar. Angesichts dieser Situation ist die Verbesserung des Zugangs zu einer nachhaltigen und sauberen Energieversorgung ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung, vor allem zur Armutsbekämpfung und zum Umweltschutz.

Ziel

Der Zugang der Bevölkerung zu einer kostengünstigen und nachhaltigen Energieversorgung ist verbessert.

Peru. Familie mit einem energieeffizienten Herd. © GIZ

Vorgehensweise

Im Rahmen des Projekts werden Strategien entwickelt, um Gemeinden und private Haushalte in ländlichen und stadtnahen Gebieten, aber auch Kleinbauern kostengünstig und nachhaltig mit Energie zu versorgen. Die Energie wird vor allem für grundlegende Dinge wie Beleuchtung, Kochen oder das Erhitzen von Wasser benötigt. Die bessere Energieversorgung soll aber auch die Produktivität von Kleinunternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben erhöhen.

Das Projekt wurde 2007 eingeführt und verfolgte das Ziel, für 175.000 Personen einen Zugang zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu schaffen. 2.000 Kleinunternehmer sollen von der Förderung neuer Technologien profitieren. Familien sollen befähigt werden, die moderne Energieversorgung zu nutzen. Auf regionaler und lokaler Ebene sollen die Mitarbeiter der öffentichen Verwaltung in die Lage versetzt werden, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieversorgung zu erarbeiten.

Das Vorhaben wird kofinanziert durch Netherlands’ Directorate-General for International Cooperation (DGIS), Australian Government Overseas Aid Program (AusAID), Norwegian Agency for Development Cooperation (NORAD), United Kingdom’s Department for International Development (DFID) und Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC).

Peru. Energieverbrauch für moderne Produktion. © GIZ

Wirkungen

Bis Juni 2014 erhielten fast eine Million Personen in Privathaushalten mithilfe von EnDev Zugang zu modernen Energiedienstleistungen: Mehr als 701.000 Personen nutzen jetzt energieeffiziente Herde und mehr als 300.000 Personen erhielten Solarenergie-Leuchtmittel. Rund 4.000 Gebäude der sozialen Infrastruktur, wie Schulen, Gesundheitszentren und Gemeinschaftszentren wurden technisch ausgerüstet. In mehr als 8.500 kleinen und mittelgrossen Betrieben wurde die technische Ausstattung verbessert.

Vierteljährlich erscheint das Magazin "Amaray", in dem Menschen über ihre Erfahrungen mit der modernen Energieversorgung berichten.