Energieeffizient kochen oder heizen: Besserer Zugang zu modernen Energiedienstleistungen (EnDev)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Energising Development (EnDev - Peru)
Auftraggeber: Finanzierung durch sechs Geberländer: Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Schweiz.
Land: Peru. Das Globalprogramm wird in insgesamt 26 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas umgesetzt.
Politischer Träger: Ministerium für Energie und Bergbau
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2019

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Ausgangssituation

In Peru kochen und heizen nach wie vor mehr als zehn Millionen Menschen vorwiegend mit Biomasse-Brennstoffen wie Brennholz und Kohle. Neben den hohen Kosten schaden diese traditionellen Energieträger außerdem Umwelt und Gesundheit. Mehr als zwei Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Energie wird jedoch für viele Tätigkeiten des alltäglichen Lebens benötigt, wie beispielsweise Kochen, Heizen, Kühlen und Beleuchten. Verbesserte Energieversorgung leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung sowie zur ländlichen Entwicklung.

Ziel der peruanischen Regierung ist ein Energiesystem, das die nationale Nachfrage sicher, nachhaltig und effizient deckt. Bis zum Jahr 2021 sollen alle Peruaner Zugang zu Elektrizität haben.

Ziel

Die Bevölkerung Perus hat besseren Zugang zu kostengünstigen und nachhaltigen Energiebasisdienstleistungen. Ziel des Programms „Energising Development“ (EnDev) sind bessere grundlegende Energiedienstleistungen für 20 Millionen Menschen weltweit bis zum Jahr 2019. Finanziert von Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und der Schweiz arbeitet EnDev derzeit in 26 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

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Vorgehensweise

EnDev Peru konzentriert sich seit 2009 auf die Verbesserung der Energieversorgung auf dem Land durch energieeffiziente Herde, Solarsysteme, Solarthermen und die Installation elektrischer Anschlüsse in Häusern. Außerdem unterstützt das Vorhaben nationale Energieinitiativen und die Entwicklung von lokalen Märkten. Potenzielle Energienutzer werden sensibilisiert, Anreizsysteme für Vertrieb und Nachfrage geschaffen sowie Installations- und Wartungspersonal qualifiziert. Beispiele für die Kooperation mit nationalen Programmen sind die Initiativen „Uso Eficiente de la Energía“ (hausinterne elektrische Anschlüsse), „Qali Warma“ (energieeffiziente Herde für Schulen) und „Haku Wiñay“ (energieeffiziente Herde für Privathaushalte).

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Wirkungen

Rund zwei Millionen Menschen, 6.200 soziale Einrichtungen sowie 15.530 Klein- und Kleinstunternehmen haben durch EnDev Zugang zu Energiedienstleistungen (ländliche Elektrifizierung und nachhaltige Kochtechnologien). Dazu arbeitete das Programm mit fünf Ministerien, acht regionalen Regierungen, 88 lokalen Regierungen und 15 Unternehmen zusammen.

Es wurden außerdem acht Plattformen für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu Energieversorgung eingerichtet, fünf davon online. Mehr als 100.000 Nutzer wurden über die fachgerechte Nutzung und Wartung von nachhaltigen Herden und ländlicher Elektrifizierung informiert. 800 lokale Techniker, 1.500 Installateure effizienter Kochtechnologien sowie 200 Planer wurden zum Thema Energieerschließung für produktive Zwecke ausgebildet. Dies erfolgte in gemeinsamen Projekten mit öffentlichen und privaten Institutionen sowie in Partnerschaft mit Bildungseinrichtungen.