Regionale Wirtschaftsförderung Nordost

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionale Wirtschaftsförderung Nordost
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Politischer Träger: National Development and Reform Commission (NDRC)
Land: China
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2015

Ausgangssituation
In den nordostchinesischen Provinzen Liaoning, Jilin, Heilongjiang und Innere Mongolei gibt es erhebliche Unterschiede in der Entwicklung zwischen Stadt und Land sowie zwischen Küsten- und Binnenregionen. Eine zwischen den Provinzen abgestimmte Wirtschaftspolitik steckt noch in den Anfängen. Die Privatwirtschaft ist im Vergleich mit anderen Regionen Chinas schwach entwickelt. China stellt für die Entwicklung der Region zunehmend Finanzmittel bereit, auch deutsche Unternehmen können sich um Aufträge bemühen. Obwohl einige deutsche Unternehmen Niederlassungen in Nordost-China aufgebaut haben, ist die hohe Attraktivität der Region bei Investoren, Lieferanten und Handelspartnern noch wenig bekannt.

Ziel
Die Vitalität der regionalen Wirtschaftsentwicklung in Nordost-China ist gestärkt. Die provinzübergreifende Kooperation zwischen gleichrangigen Regierungsstellen ist ebenso verbessert wie die Kooperation zwischen Behörden und dem privaten Mittelstand sowie die Kooperation zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen.

Vorgehensweise
Im Rahmen des Programms werden gemeinsam mit den chinesischen Partnern Vorschläge für provinzübergreifende „gemeinsame Maßnahmen“ entwickelt und umgesetzt. Sie entsprechen bestimmten Kriterien und Prioritäten, sind thematisch aber flexibel. Derzeit behandelt werden Privatwirtschaftsentwicklung, Kammer- und Verbandsförderung, Standortmarketing, berufliche Bildung, barrierefreier Tourismus, energiesparendes Bauwesen und Unternehmenskontakte in bestimmten Branchen. Das Programm berücksichtigt besonders außenhandelsorientierte Unternehmerinnen und Unternehmer des Nordostens, die Potenzial in der Kooperation mit deutschen Unternehmen sehen oder sich für den Aufbau von Niederlassungen in Deutschland interessieren. Die Akteure erleben durch die Kooperation den Mehrwert einer abgestimmten Wirtschaftspolitik und setzen sich für ihre nachhaltige Anwendung ein.

Kooperationspartner des Programms sind die Entwicklungs- und Reformkommissionen der nordöstlichen Provinzen Liaoning, Jilin, Heilongjiang und Innere Mongolei sowie der Stadt Dalian, darüber hinaus die Industrie- und Handelskammern (Federations of Industry and Commerce, FIC) im Nordosten Chinas.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Die regionale Vernetzung der Akteure wurde sowohl auf Entscheidungsebene als auch auf Arbeitsebene deutlich intensiviert. Nach anfänglichem Zögern bewerten die meisten Beteiligten die Kooperation nun als klaren Zugewinn, durch den die Effizienz und Effektivität der Arbeit gestiegen ist. Die besser abgestimmte Politik hat auch die deutsch-nordostchinesischen Wirtschaftsbeziehungen positiv beeinflusst. Eineinhalb Jahre nach Beginn des Projektes hat ein deutsches Generalkonsulat in Nordost-China eröffnet, das die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontakte weiter vereinfacht.

Die direkte Flugverbindung der Lufthansa von Frankfurt nach Shenyang wurde ein Jahr nach Beginn des Projektes aufgenommen. Sie ist Ergebnis intensiver Verhandlungen und der Risikobeteiligung eines chinesischen Projektpartners.

Kontakt

Ingo Imhoff
ingo.imhoff@giz.de