Drogenbekämpfung und -prävention in Zentralasien (CADAP 6)

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Central Asia Drug Action Programme
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan 
Politischer Träger: Ministerien für Innere Angelegenheiten und Gesundheit, Zentralasien
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2018

Ausgangssituation

In den zentralasiatischen Staaten sind Drogenhandel und Kriminalitätsrate, Korruption, Drogenmissbrauch und HIV-Infektionen stark miteinander verflochten. Die rechtliche, politische, wirtschaftliche und soziale Stabilität dieser Länder wird dadurch erheblich gefährdet. Unter den in der Region erfassten Drogenkonsumenten ist die Heroinabhängigkeit hoch; je nach Land zwischen 50 und 80 Prozent. Intravenöser Drogenkonsum gilt als eine der Hauptursachen für die Übertragung von HIV und anderer durch Blut übertragbarer Krankheiten. Obwohl die betroffenen Staaten bereits große Anstrengungen unternommen haben, um das Bewusstsein für das Infektionsrisiko durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und weiterer Utensilien für den intravenösen Drogenkonsum zu erhöhen, muss noch mehr getan werden, um den Menschen bewusst zu machen, was sie zur Vorbeugung von HIV-Infektionen tun können (United Nations Office on Drugs and Crime 2015).

Das 2001 gestartete Programm zur Drogenbekämpfung und -prävention in Zentralasien (CADAP) unterstützt die Regierungen der zentralasiatischen Länder bei der Umsetzung politischer Strategien und praktischer Maßnahmen zur Reduzierung der Nachfrage nach illegalen Drogen.

Ziel

Die Leistungsfähigkeit der zentralasiatischen Länder, das Drogenphänomen in einer umfassenden, integrativen und nachhaltigen Weise zu bewältigen, ist verbessert. Dies kommt den Menschen in Zentralasien zugute, vor allem Politikern, Drogenexperten, dem Personal von Gefängnissen und Krankenhäusern, Journalisten, Lehrern, Drogenabhängigen, Gefängnisinsassen und Jugendlichen.

Vorgehensweise

Im April 2015 begann die sechste Phase des Programms, in der die fünf zentralasiatischen Partnerländer weiterhin bei der Planung und Umsetzung einer geeigneten Drogenpolitik sowie einer umfassenden, integrativen und nachhaltigen Strategie zur Reduzierung der Nachfrage und Bereitstellung von Drogen unterstützt werden.

CADAP 6 baut auf den in den vorherigen Phasen erreichten Ergebnissen auf. Es fördert Maßnahmen zur Stärkung von Ressourcen, Kompetenzen und Leistungsfähigkeit sowie die berufliche Weiterqualifizierung in den für die Drogenpolitik zuständigen Ministerien, staatlichen Behörden, Rehazentren und für weitere maßgebliche Akteure. Gleichzeitig werden Erfolgsmethoden, die sich in Europa bewährt haben, allgemein verankert und angewendet. Die GIZ koordiniert und steuert das Programm seit 2010.

Sämtliche Aktivitäten zielen auf den Aufbau nationaler und regionaler Leistungsfähigkeit. Sie umfassen Politikberatung, technische Unterstützung, Drogenmonitoring, Präventionsmaßnahmen sowie Drogentherapie- und Schadensminderungsangebote.

CADAP wird von der Europäischen Union finanziert und von folgenden EU-Institutionen umgesetzt: Trimbos-instituut (Niederlande), ResAd (Tschechische Republik), National Bureau for Drug Prevention (Polen) sowie Frankfurt University of Applied Sciences (Deutschland).

CADAP 6 besteht aus vier Komponenten: nationale Drogenstrategien, nationale Kontaktstellen, Prävention und Behandlung.

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