Unterstützung des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ghana
Politischer Träger: Ghanaisches Außenministerium
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Ausgangssituation

Ein wesentlicher Teil der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (African Peace and Security Architecture) ist eine Eingreiftruppe aus Zivil-, Polizei- und Militärkräften für Friedensmissionen in Konfliktgebieten (African Standby Force, ASF). Die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) stellt mit der ECOWAS Standby Force (ESF) einen Teil dieser Eingreiftruppe. Dazu werden hochqualifizierte Zivil-, Polizei- und Militärfachkräfte benötigt. Jede Einsatzkraft muss ausgeprägte Kompetenzen im Bereich Frieden und Sicherheit nachweisen, insbesondere in Konfliktprävention, Konfliktmanagement und beim Wiederaufbau nach Konflikten. 

Ausgebildet werden die Einsatzkräfte unter anderem am Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana – einem von drei Trainingszentren, die von der ECOWAS anerkannt sind. Ausbildungsthemen sind neben der Teilnahme an friedensunterstützenden Operationen Konfliktmanagement sowie Friedens- und Sicherheitsstudien. Das KAIPTC ist damit entscheidend für den Ausbau regionaler Kapazitäten zur Friedenssicherung.

Seit 2006 unterstützt die GIZ im Auftrag der Bundesregierung das KAIPTC direkt vor Ort. Es bestehen jedoch weiterhin institutionelle und finanzielle Herausforderungen zur langfristigen Existenzsicherung. Das KAIPTC muss zum Beispiel die Nachfrage der wichtigsten Stakeholder besser bedienen und schneller auf ein sich ständig veränderndes Friedens- und Sicherheitsumfeld in Afrika reagieren. Neben entsprechend angepassten Ausbildungs- und Forschungsprogrammen sind vielseitigere Einkommensquellen dringend erforderlich. 

Ziel

Das Bestehen des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre ist langfristig gesichert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben kombiniert Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, strategische Beratung und finanzielle Unterstützung. Die Schwerpunktthemen sind mit der KAIPTC-Strategie 2019 bis 2023 abgestimmt:

  • Beratung bei der (bedarfsorientierten) Entwicklung, Planung, Durchführung und Bewertung von Trainingsdienstleistungen. Dazu gehören auch Trainingsbedarfsanalysen, Förderung der Beteiligung von Frauen und die Einführung innovativer Instrumente zur Durchführung von Trainingskursen. 
  • Unterstützung des Managements bei der Zusammenarbeit mit Partnern und Stakeholdern. Dazu gehören Organisationsentwicklung, strategische Öffentlichkeitsarbeit, Personalentwicklung oder die Erweiterung der Beratungs- und Koordinierungsleistungen.
  • Umsetzung einer Finanzierungs- und Akquisitionsstrategie: unter anderem durch eine strategische Beteiligung von Entwicklungspartnern, eine solide und transparente Finanzplanung, sowie die Akquise neuer Finanzierungspartner.

Wirkung

Das KAIPTC hat seit 2006 mit Unterstützung der GIZ sein Trainingsangebot weiterentwickelt, seine strategischen Kooperationen mit regionalen und kontinentalen Partnern wie zum Beispiel der ECOWAS ausgebaut und seine Organisationsstrukturen und -prozesse verbessert. Das Zentrum hat sich als die führende Friedenssicherungsinstitution in der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur positioniert: Es wurden mehr als 15.000 Kursteilnehmer in über 430 Kursen ausgebildet.

Mit Unterstützung des Vorhabens entwickelte das KAIPTC einen neuen zivilen Trainingskurs, der traditionelle Friedenssicherung mit Entwicklungsansätzen verknüpft (zum Beispiel mit Menschenrechten oder ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung). 

Ein neues Learning Management System digitalisiert jetzt die zentralen Betriebsabläufe im KAIPTC (zum Beispiel Kursmanagement, Monitoring und Evaluation oder Alumni-Netzwerk). 

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