Frieden und Sicherheit in der Region der Großen Seen fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Eindämmung des Handels mit Konfliktrohstoffen / Regionalprojekt Frieden und Sicherheit für Stabilität in der Region der Großen Seen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Kofinanzierung der Europäischen Union (EU)
Land: Afrika
Politischer Träger: International Conference on the Great Lakes Region (ICGLR) / Conférence International sur la Région des Grands Lacs (CIRGL)​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2022

Workshop zur Implementierung des ganzheitlichen Modells zur Bekämpfung von SGBV in Goma, Demokratische Republik Kongo, November 2021 Copyright GIZ

Ausgangssituation

Die Internationale Konferenz der Region der Großen Seen (ICGLR) ist ein politisches Bündnis von zwölf Mitgliedsstaaten. Im Jahr 2000 gegründet, fördert sie Frieden sowie die langfristige Entwicklung der Region. Die ICGLR umfasst die Mitgliedsstaaten Angola, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Uganda, Ruanda, Südsudan, Sudan, Tansania und Sambia.

Die Initiative beruht auf dem Verständnis der Beteiligten, dass die regionalen Herausforderungen nur durch gemeinsame Anstrengungen gelöst und Chancen nur zum Nutzen aller ergriffen werden können.

Zu den Herausforderungen gehören beispielsweise gewaltsame Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen und regulären Armeen. Diese bedrohen Frieden und Stabilität in der Region und werden teilweise durch den illegalen Abbau und Schmuggel von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold finanziert. Frauen und Mädchen sind von diesen Krisen besonders betroffen und werden häufig Opfer von sexueller und geschlechterspezifischer Gewalt.

Arbeiter in der Comikagi Mine in Ruanda, Oktober 2021 Copyright GIZ

Ziel

Frieden und Stabilität sind in der Region der Großen Seen gestärkt.

Regionaler Workshop zu Natürlichen Ressourcen in der Region der Großen Seen in Khartum, Sudan, September 2021 Copyright GIZ

Vorgehensweise

Als beratendes Organ des ICGLR-Sekretariats bietet die GIZ Unterstützungsleistungen in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Rohstoffgovernance, Prävention und Reaktion auf sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) sowie Organisationsentwicklung an. Erstens unterstützt das Vorhaben die Umsetzung des regionalen ICGLR-Aktionsplans für Frieden und Sicherheit. Dieser stärkt friedensfördernde Ansätze, verankert Friedenserziehung in Lehrplänen, schafft Mediationsmöglichkeiten und stärkt regionale Sicherheitsmaßnahmen. Hinzukommt die Beratung des ICGLR-Sekretariats für Frieden und Sicherheit beim Aufbau institutioneller Fähigkeiten.

Zweitens geht das Vorhaben im Rahmen der Unterstützung der Regionalen Rohstoffinitiative (RINR) gegen die illegale Ausbeutung von Bodenschätzen vor. Dazu gehören die Angleichung der nationalen Gesetze der Mitgliedsstaaten und die wirksame Umsetzung des Regionalen Zertifizierungsmechanismus (RCM) zum Nachweis der konfliktfreien Herkunft von Bodenschätzen.

Weiterhin träg das Vorhaben durch die Regionale Trainingseinrichtung der ICGLR dazu bei, sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder vorzubeugen.

Stand: Dezember 2021