Unterstützung der Wassersektorreform

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Wassersektorreform
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: DR Kongo
Politischer Träger: Ministère de l’Energie et des Ressources Hydrauliques (Ministry of Energy and Water Resources)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Yellow water canister with a running tap at a public standpipe. © GIZ

Ausgangssituation

Die DR Kongo gehört zu den drei Ländern der Welt, in denen die Bevölkerung mit der schlechtesten Trinkwasser- und Sanitärversorgung ausgestattet sind: nur die Hälfte der Menschen hat Zugang zu Trinkwasser, weniger als ein Drittel auch nur eine Basis-Sanitärversorgung. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung stark wächst und immer mehr Menschen in Städte abwandern. Die Regierung hat ein neues Wasserrahmengesetz verabschiedet, nach dem die Provinzregierungen nun für die Wasserversorgung verantwortlich sind. Diese sind der Aufgabe jedoch noch nicht gewachsen. Der städtische Haupttrinkwasserversorger engagiert sich nicht, um die Situation zu verbessern. Hinzu kommt, dass in der Wasser- und Sanitärbranche gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte fehlen, die Management und technische Aufgaben übernehmen können.

Ziel

Die Leistungsfähigkeit der kongolesischen Schlüsselakteure in der Trinkwasser- und (Basis-) Sanitärversorgung ist verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt Regierungsverantwortliche auf nationaler Ebene und in den Provinzen, den Wasser- und Abwasserbereich weiter zu entwickeln. Dazu erarbeiten die Partner beispielsweise eine Umsetzungsstrategie der neuen Trinkwasserpolitik oder eine Strategie zur Entwicklung des Bereiches Wasser und Sanitär für die Provinz Kasaï-Oriental.

In den Regionen Bandundu, Equateur und großes Kasaï arbeitet das Projekt vor allem mit dem städtischen Trinkwasserversorger zusammen. Es schult und berät die Mitarbeitenden in technischen und organisatorischen Fragen hinsichtlich einer effizienteren Betriebsstruktur sowie einer verbesserten Betriebsführung. Damit ist es möglich, die Bevölkerung kontinuierlich mit sauberem Trinkwasser zu einem fairen Preis zu versorgen. Ferner sollen Kampagnen zum Wert sauberen Trinkwassers und Hygiene die Bevölkerung sensibilisieren und Krankheiten vorbeugen. Die Sensibilisierung führt die Consultingfirma „managment4health GmbH“ im Zusammenschluss mit „WASH United plus Ltd.“ durch.

Wirkungen

Das Land hat mit Unterstützung des Vorgängerprojektes das Wasserrahmengesetz Ende 2015 und die nationale Trinkwasserpolitik Mitte 2016 verabschiedet. Damit liegen zwei wichtige Pfeiler der Reform vor und die Verantwortlichkeiten und Rollen aller Verantwortlichen sind definiert.

Women going home with filled water canisters and buckets. © GIZ

Seit Beginn der Projektaktivitäten in der Provinz Kasaï-Oriental hat sich dort eine Wasser-Abstimmungsplattform etabliert, die alle relevanten Akteure – einschließlich der Zivilgesellschaft – an einen Tisch gebracht hat, um Probleme der Trinkwasser- und Sanitärversorgung gemeinsam zu lösen.