Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Bessere Schulung für sicherere Lebensmittel (Better Training for Safer Food, BTSF)
Auftraggeber: Europäische Union
Land: EU-Staaten und Drittländer
Politischer Träger: Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2013

Ausgangssituation

Bei der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit gibt es Bedarf für eine gemeinsame, EU-weite Umsetzung der geltenden Rechtsprechung zum Verbraucherschutz. Insbesondere Beamte und Mitarbeiter für Lebensmittelprüfungen, die die Einhaltung einschlägiger Richtlinien innerhalb und außerhalb der EU überprüfen, benötigen umfassende Kenntnisse über geltende Normen zur Lebensmittelsicherheit.

Ziel

Ein guter fachlicher Kenntnisstand der Lebensmittelprüfer ist sichergestellt.

Bei der Einführung gemeinsamer Kontrollsysteme wird auf einen einheitlichen Ansatz geachtet. Die Lebensmittelunternehmen haben gleiche Produktions- und Ausgangsvoraussetzungen.

Der faire Handel, vor allem mit Dritt- und Entwicklungsländern, ist verbessert.

Vorgehensweise

„Better training for Safer Food“ ist eine Initiative der Europäischen Kommission, mit der eine Schulungsstrategie in den Bereichen Lebensmittel- und Futtermittelrecht, Tiergesundheit, Tierschutz und Pflanzengesundheit verbunden ist. Die europäische Trainingsplattform „Train Safer Food“ wurde mit der Organisation und Durchführung der Schulungen beauftragt.

Die Schulungen richten sich an die Mitarbeiter der Behörden, die mit amtlichen Kontrollen betraut sind. Die Schulungsteilnehmer erlernen in Workshops die theoretischen Grundlagen und wenden sie in praktischen Übungen an. Sie sollen über alle relevanten Aspekte ihrer Arbeit unterrichtet werden: Die Teilnehmer lernen, wie die Rechtsvorschriften der EU anzuwenden sind und haben zudem die Möglichkeit, sich mit Kollegen aus anderen Ländern auszutauschen.

Die Kontrollen innerhalb und außerhalb der Mitgliedsstaaten sollen nicht nur einheitlicher, sondern auch nach objektiven Kriterien durchgeführt werden.

Auch Drittländer außerhalb der EU und vor allem Entwicklungsländer werden mit den Besonderheiten, Einfuhrbestimmungen und rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut gemacht. In diesen Ländern werden auch spezielle Schulungen vor Ort angeboten.

Da die Schulungsexperten meist aus dem öffentlichen Sektor kommen, werden sie in einem Auswahlverfahren bestimmt und auf ihre Einsätze vorbereitet. Die GIZ arbeitet eng mit den nationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit der EU-Mitgliedsstaaten zusammen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Bisher wurden über 130 Workshops für rund 4.000 Teilnehmer aus den EU-Mitgliedsstaaten, den EU-Anwärterländern des westlichen Balkans, den Nachbarländern der EU-Staaten und ausgewählten Drittländern in Asien, Afrika und Lateinamerika organisiert. Mehr als 190 Experten aus EU-Mitgliedstaaten haben die Schulungen durchgeführt.

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