Offene Regionalfonds – Außenwirtschaftsberatung

 

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Offene Regionalfonds für Südosteuropa – Außenwirtschaftsberatung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschtliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien (eJR), Montenegro, Serbien
Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2017

Offene Regionalfonds für Südosteuropa – Außenwirtschaftsberatung: One-Stop-Shop-Informationssystem zu Handelsmaßnahmen © GIZ

Ausgangssituation

Die Länder Südosteuropas konnten in den vergangenen zwei Jahrzehnten große Fortschritte bei der wirtschaftlichen und politischen Transformation, der Integration in die Weltwirtschaft und der EU-Annäherung erzielen. Trotz der unbestreitbaren Fortschritte steht die Region jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. Wirtschaftlich bleibt sie weit hinter den Ländern Kern-Europas zurück. Regionale Zusammenarbeit bietet erhebliches Potenzial, die wirtschaftlichen Herausforderungen zu überwinden. Der Abschluss des Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens CEFTA 2006 war ein wichtiger Schritt Richtung regionaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit und EU-Annäherung. Diesen Weg gilt es weiterzugehen. Allerdings behindert, trotz merklicher Fortschritte in der Umsetzung der Freihandelszone, weiterhin eine Vielzahl von Barrieren den Handel in der Region und mit der EU und wirkt sich negativ auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung aus. Bestehende Handelsbarrieren weiter abzubauen und den Handel zu erleichten, bleibt damit eine Herausforderung für die regionale Zusammenarbeit. Insgesamt wird das Potenzial regionaler Zusammenarbeit zur Verbesserung von Rahmenbedingungen für Handel und Wettbewerbsfähigkeit in der Region noch nicht ausreichend genutzt.

Ziel

Regionale Kooperation wird in den Ländern Südosteuropas von wirtschafts- und handelsrelevanten Institutionen als Instrument zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit und freien Handel erfolgreich genutzt.

Vorgehensweise

Der Offene Regionalfonds (ORF) Außenwirtschaftsberatung unterstützt regionale Kooperationsprojekte, die darauf abzielen, die Voraussetzungen für freien Handel und Wettbewerbsfähigkeit in der Region zu verbessern. Die geförderten Projekte umfassen jeweils Partner aus mindestens drei Ländern der Region, mit denen die Projekte gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Die Projekte vernetzen die beteiligten Partner und bauen bei den beteiligten Institutionen und Individuen die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen auf, um gemeinsam den Abbau von Handelsbarrieren voranzutreiben und den Handel in der Region sowie mit der EU zu erleichtern. Erfolgreiche Ansätze aus Südosteuropa und der EU werden über die regionale Zusammenarbeit verbreitet, um Verbesserungen auf Länderebene zu erreichen. Zu den Partnern zählen an erster Stelle die für Handel und das Freihandelsabkommen zuständigen staatlichen Stellen, Organisationen der Privatwirtschaft sowie regionale Netzwerke staatlicher wie privater Institutionen.

Wirkungen

Durch die Arbeit des ORFs werden Wirtschaftsministerien und Behörden in die Lage versetzt, Handelsbarrieren besser zu priorisieren und abzubauen. Beispielsweise wurde gemeinsam mit den Wirtschaftsministerien der Länder ein Meldesystem etabliert, über das die Länder Handelsbarrieren melden und nachverfolgen können. Dies steigert die Transparenz und schafft Druck auf Seiten der Regierungen, die Barrieren zu beseitigen. Verbesserte Dienstleistungen für handelnde Unternehmen sind ein weiteres Resultat der Arbeit des ORFs. So bietet das mit ORF-Unterstützung aufgebaute CEFTA-Handelsportal mit ein paar Klicks Unternehmen Zugang zu allen für die Warenein- und -ausfuhr relevanten Informationen – dies spart den Unternehmen Zeit und Kosten.

  Offene Regionalfonds für Südosteuropa – Außenwirtschaftsberatung: Vereinfachung des Warenhandels innerhalb von CEFTA © GIZ

Nicht zuletzt wird regionale Kooperation als erfolgreiches Instrument zur Verfolgung gemeinsamer Interessen etabliert. So kooperieren beispielsweise IT-Verbände der Region und vermarkten gemeinsam ihre Produkte auf europäischen Zielmärkten. Die genannten Beispiele veranschaulichen, wie durch die Arbeit des ORFs einerseits Voraussetzungen für Handel und Wettbewerbsfähigkeit verbessert und andererseits Fortschritte im Hinblick auf die EU-Annäherung erzielt wurden.