Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ministry of Finance and Economic Planning (MINECOFIN)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2019

Ein Schreinerlehrling ist dabei, ein Holzschränkchen zu fertigen. Foto: GIZ

Ausgangssituation
Trotz des hohen Wirtschaftswachstums der letzten Jahre gehören Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung weiterhin zu den größten Herausforderungen Ruandas. Die Mehrheit der Bevölkerung im dichtbesiedelten Ruanda arbeitet in der Landwirtschaft, die dort erzielten Einkommen sind niedrig. Zudem steigt die Zahl der auf den Arbeitsmarkt drängenden jungen Menschen kontinuierlich an. Die Förderung von Beschäftigung steht weit oben auf der nationalen Entwicklungsagenda. Ruanda möchte die berufliche Qualifizierung verbessern, die Privatwirtschaft fördern und in den Arbeitsmarkt intervenieren. Ruanda plant jährlich 200.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und bis 2020 ein Land mittleren Einkommens zu werden.

Ziel
Ausgewählte öffentliche und private Akteure haben beschäftigungswirksame Maßnahmen umgesetzt.

Vorgehensweise
Das Vorhaben verbindet drei Arbeitsgebiete: es verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in den Branchen Holzwirtschaft, Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Kreativwirtschaft genauso wie die Qualität des nachfrageorientierten Berufsbildungssystems. Gleichzeitig baut es Arbeitsvermittlungszentren und -dienstleistungen aus.
Um für Unternehmen ein besseres wirtschaftliches Umfeld zu schaffen, hat das Projektteam das Industrie- und Handelsministerium, die nationale Wirtschaftsförderorganisation und die Organisationen der verfassten Wirtschaft wie Verbände oder Wirtschaftskammern fachlich und methodisch beraten. Letztere unterstützte das Projekt dabei, Dienstleistungen für ihre Mitglieder zu erbringen und die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen zu vertreten. Mit allen Partnern organisierte das Projektteam branchen- oder themenspezifische Dialoge zwischen Staat und Privatwirtschaft.

Mit Verantwortlichen aus Berufsschulen, privaten Bildungsinstituten und dem Bildungsministerium erarbeitet das Projektteam ein arbeitsmarktorientiertes Angebot zur beruflichen Qualifizierung. Die Partner führen in den vier Branchen die kooperative, duale Berufsausbildung ein. Mit dem Bildungsministerium, der Berufsbildungsbehörde und Vertretern der Privatwirtschaft entwickelt das Projekt das nachfrageorientierte Berufsbildungssystem weiter. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung eines Systems der Aus- und Fortbildung von Berufschullehrern und die Qualifizierung betrieblicher Ausbilder.

Um Arbeitssuchende und Arbeitgeber effizienter in Kontakt zu bringen, unterstützt das Projektteam das Jobcenter in Kigali, damit es seine Dienstleistungen verbessern und erweitern kann. Dazu kooperiert das Projekt mit Unternehmerverbänden, der Handelskammer und auch einzelnen Unternehmen, um die Anzahl der gemeldeten freien Stellen zu erhöhen. Mit dem Ministerium für öffentliche Dienstleistungen und Arbeit sowie anderen Partnerorganisationen baut das Projekt ein Arbeitsmarktinformations- und Analysesystem auf und unterstützt weitere öffentliche Jobcenter in Mittelstädten.

Bei seiner Arbeit achtet das Projektteam darauf, die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen zu erhöhen und Menschen mit Behinderungen in das Wirtschafts- und Arbeitsleben einzubeziehen.

Filmszene am Integrated Polytechnic Regional Centre in Kigali. Foto: GIZ

Kontakt

Ellen Kallinowsky
ellen.kallinowsky@giz.de