Benin: Otis Diogo, Hotelier

Otis Diogo, Hotelier in Benin

Seit fast 20 Jahren arbeitet Otis Diogo im Tourismussektor im Süden Benins. Als Besitzer eines Hotels und einer Reiseagentur und macht er sich für nachhaltigen Tourismus in der Region stark, der die Natur erhält und von dem alle Bürger profitieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die GIZ die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismuskonzepts. Über 400 Menschen wurden geschult und arbeiten gemeinsam dafür.

Warum sollte ein Tourist Ihre Region bereisen?

Mein Land Benin hat ein reiches kulturelles und historisches Erbe. Die Traditionen sind hier noch immer sehr lebendig: Tanz, Musik, Kunsthandwerk. Außerdem ziehen die faszinierenden Landschaften und die unberührte Natur die Besucher an.

Was bedeutet Ihre Arbeit für Sie selbst und für andere?

Tourismus ist meine Leidenschaft. Ich genieße es, die Besucher mit ihnen völlig unbekannten Dingen und Sichtweisen zu fesseln. Dass ich von dieser Leidenschaft leben kann, ist wunderbar. Mir ist wichtig, dass alle Menschen hier in der Region vom Tourismus profitieren. Deshalb arbeite ich ehrenamtlich für das Tourismuszentrum in Abomey, halte Vorträge, berate meine Kollegen, feile an ganzheitlichen Konzepten für die Region. Und ich engagiere mich auch persönlich: Bei uns gibt es beispielsweise immer einen Lehrling im Hotel. Wir wählen junge Menschen aus, die sonst nicht viele Chancen hätten. Die Ausbildung ist kostenlos und ich helfe ihnen danach, eine Stelle zu finden.

Was hat sich durch das Tourismuszentrum in Abomey verändert?

Die Aktivitäten des Touristeninformationszentrums haben die Qualität des touristischen Angebots deutlich verbessert. Früher haben sich alle im Tourismus Tätigen alleine durchgeschlagen – heute haben wir ein Netzwerk, in dem wir uns austauschen können. Nützliche Informationen und Schulungen helfen bei der touristischen Vermarktung der Region weiter.

Was ist Ihnen ganz besonders wichtig?

Ich mache mich für unsere unberührte Natur stark. Umweltzerstörung rührt oft daher, dass die Menschen gezwungen sind, Raubbau zu betreiben, weil sie sich sonst nicht ernähren können. Mit nachhaltigem Tourismus schaffen wir Einkommen. Die lokale Bevölkerung arbeitet als Touristenführer, Bootsmänner, Handwerker für Souvenirs und in der Hotellerie. Und die Natur kann sich ungestört entfalten.


        
    
Nach der Dezentralisierungsreform 2003 entstand in Abomey ein Touristeninformationszentrum. Otis Diogo engagiert sich hier ehrenamtlich.
Nach der Dezentralisierungsreform 2003 entstand in Abomey ein Touristeninformationszentrum. Otis Diogo engagiert sich hier ehrenamtlich.

        
    
Diogo moderiert Tourismus-Treffen. Bei der „Freitagssitzung“ informiert er die Teilnehmer über Neues aus der internationalen Tourismusbranche.
Diogo moderiert Tourismus-Treffen. Bei der „Freitagssitzung“ informiert er die Teilnehmer über Neues aus der internationalen Tourismusbranche.

        
    
Um die Attraktivität seiner Region weiß Diogo. Die Vermarktung ist die Herausforderung. Ein gutes Thema – auch für den Repräsentanten am Königspalast.
Um die Attraktivität seiner Region weiß Diogo. Die Vermarktung ist die Herausforderung. Ein gutes Thema – auch für den Repräsentanten am Königspalast.

        
    
Neben der kleinen Reiseagentur, betreibt Diogo mit seiner Frau das Hotel Résidence Marie-Josée in Abomey. Er ist stolz, hier einige Arbeitsplätze geschaffen zu haben.
Neben der kleinen Reiseagentur, betreibt Diogo mit seiner Frau das Hotel Résidence Marie-Josée in Abomey. Er ist stolz, hier einige Arbeitsplätze geschaffen zu haben.

        
    
Was duftet da so verlockend? Diogos Frau bereitet in der Hotel-Küche kulinarische Spezialitäten aus Westafrika an. Fotos: Ollivier Girard
Was duftet da so verlockend? Diogos Frau bereitet in der Hotel-Küche kulinarische Spezialitäten aus Westafrika an. Fotos: Ollivier Girard

        
    
Trotz seiner vielen Verpflichtungen, packt Diogo auch mal im Hotelbetrieb mit an. Er weiß, was die internationalen Gäste wünschen und gibt sein Wissen gerne weiter.
Trotz seiner vielen Verpflichtungen, packt Diogo auch mal im Hotelbetrieb mit an. Er weiß, was die internationalen Gäste wünschen und gibt sein Wissen gerne weiter.

        
    
Seine Heimat bedeutet Diogo sehr viel. Es gefällt ihm, Gäste zu begrüßen, ihnen Abomey zu zeigen und Unbekanntes zu erklären.
Seine Heimat bedeutet Diogo sehr viel. Es gefällt ihm, Gäste zu begrüßen, ihnen Abomey zu zeigen und Unbekanntes zu erklären.

        
    
Besonders die Kultur liegt Diogo nahe: Im örtlichen Museum gibt es Artefakte und Kultgegenstände der lokalen Traditionen zu besichtigen.
Besonders die Kultur liegt Diogo nahe: Im örtlichen Museum gibt es Artefakte und Kultgegenstände der lokalen Traditionen zu besichtigen.

        
    
Im Touristeninformationszentrum läuft alles rund. Diogo begutachtet die druckfrischen Prospekte, sie unterstützen die touristische Vermarktung der Region.
Im Touristeninformationszentrum läuft alles rund. Diogo begutachtet die druckfrischen Prospekte, sie unterstützen die touristische Vermarktung der Region.

        
    
Unberührte Natur: Manchmal begleitet Diogo eine Gruppe Touristen selbst auf einen Bootsausflug auf dem Fluss Hlan.
Unberührte Natur: Manchmal begleitet Diogo eine Gruppe Touristen selbst auf einen Bootsausflug auf dem Fluss Hlan.

        
    
Damit die Touristen sich noch lange an der unberührten Natur erfreuen können, setzt sich Diogo für Umweltschutz ein.
Damit die Touristen sich noch lange an der unberührten Natur erfreuen können, setzt sich Diogo für Umweltschutz ein.