Kooperationsplattform Lateinamerika Nord

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Kooperationsplattform Lateinamerika Nord
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mexiko
Partner: Mexikanischer Unternehmerverband (CCE)
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2015

Mexiko. Computer-Recycling © GIZ

Ausgangssituation

Schlüsselakteure der Wirtschaft in Mexiko und Zentralamerika haben Klima- und Umwelttechnologien als neue potenzielle Geschäftsfelder erkannt. Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Abwasseraufbereitung, Abfallwirtschaft und Effizienz im Umgang mit Ressourcen spielen zum Beispiel in der Leichtindustrie, in der Agrarindustrie und auch bei Dienstleistungen (beispielsweise im Tourismus) eine entscheidende Rolle und bieten großes Wachstumspotenzial. Gleichzeitig erkennen die Regierungen dieser Länder den Privatsektor und seine Gremien als wichtige Entwicklungsmotoren für die Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes an.

Bisher sind Klima- und Umwelttechnologien in der Region jedoch nicht entsprechend verbreitet. Es besteht ein Mangel an professionellen Beratern und Projektentwicklern, und die nationalen Instanzen für Wirtschaftsförderung in der Region kennen sich mit Umwelt- und Klimatechnik wenig aus. Der Zugang zu den europäischen Märkten bleibt aufgrund fehlender Kompetenzen verschlossen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in den erwähnten Bereichen (green skills), die vom derzeitigen Aus- und Weiterbildungsangebot kaum bedient werden kann.

Ziel

Die verbesserten Bedingungen für Technologiekooperationen in den zentralamerikanischen Ländern und in Mexiko tragen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

Vorgehensweise

Das Programm „Kooperationsplattform Lateinamerika Nord“ (COPLAN) bildet, berät und stärkt eine Plattform zur Zusammenarbeit zwischen Institutionen des deutschen, mexikanischen und zentralamerikanischen Privatsektors, Organisationen für Wirtschaftsförderung sowie Aus- und Weiterbildungsinstitutionen. Dabei sollen die Verbreitung von und der Zugang zu Umwelt- und Klimatechnologien auf internationalen Märkten unterstützt und nachhaltige Kompetenzen in den Ländern der Region aufgebaut werden.

Um den Zugang zu Umwelt- und Klimatechnologien internationaler Märkte zu verbessern, unterstützt COPLAN Wirtschaftsverbände und Institutionen, die die Außenwirtschaft und Investitionen fördern. Außerdem fördert das Programm Pilotmaßnahmen zur Einführung von Umwelttechnologien, organisiert Dialoge zwischen Unternehmen und Akteuren in den Zielländern sowie Besuche und Delegationsreisen nach Deutschland zur Veranschaulichung guter Praktiken und spezifischer technologischer Lösungen vor Ort.

Besonderer Wert wird auf die Verbesserung der Beschäftigungssituation in der Region gelegt, das heißt auf den Erhalt bestehender Arbeitsplätze und die Schaffung neuer „green jobs“. Das Programm leistet einen Beitrag zur verstärkten Zusammenarbeit in der Region und damit zur Schaffung eines Binnenmarktes, der insbesondere die kleinen Länder für Investitionen und die Ansiedlung von Unternehmen attraktiver macht.

Neben der Förderung des Transfers grüner Technologien ist die Qualifizierung von Fachpersonal ein entscheidender Faktor. Weil in den meisten Ländern der Region der Privatsektor bei der Aufstellung von Rahmenbedingungen für das Ausbildungssystem sowie bei der Verbindung von Theorie und Praxis nur unzureichend einbezogen wird, berät COPLAN Aus- und Weiterbildungsinstitutionen mit dem Ziel, die Lehrpläne den neuen Herausforderungen anzupassen. Des Weiteren fördert COPLAN die Qualifizierung von Ausbildern.

Das Programm arbeitet vorwiegend mit den folgenden Partnern zusammen:

  • Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer (CAMEXA)
  • Deutsch-Regionale Industrie- und Handelskammer für Zentralamerika und die Karibik (AHK-ZAKK)
  • Mexikanischer Unternehmerverband (CCE)
Mexiko. Mikrochip  © GIZ