Unterstützung des Gesundheitssystems in Süd-Kivu

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung des Gesundheitssystems in Süd-Kivu
Auftraggeber: Direktion für die Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Finanzier: Direktion für die Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Ministère provincial de la Santé Publique au Sud Kivu
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017

© GIZ

Ausgangssituation

Der Gesundheitszustand der Bevölkerung in der Provinz Süd-Kivu im Ostkongo ist prekär, der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen ungenügend. Die Müttersterblichkeit ist mit 846 Todesfällen auf 100.000 Lebendgeburten sehr hoch, die Kindersterblichkeit ist die höchste in der Demokratischen Republik Kongo. Auf 1.000 Lebendgeburten kommen 139 Todesfälle. Es fehlt vor allem qualifiziertes Gesundheitspersonal. Finanzierung, gute Regierungsführung und Management sowie die Verfügbarkeit und Qualität von angemessener Infrastruktur und medizinischen Produkten sind weitere große Herausforderungen.

Ziel

Der Zugang der Bevölkerung zu hochwertiger Gesundheitsversorgung ist in den vier Gesundheitszonen der Provinz Süd-Kivu verbessert, vor allem bei der reproduktiven Gesundheit sowie der Gesundheit von Mutter und Kind.
Die nationalen Strukturen im Gesundheitssystem arbeiten effizienter.

Vorgehensweise

Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit hat GIZ International Services damit beauftragt, im Rahmen ihres Gesundheitsprogramms das Gesundheitswesen in Süd-Kivu zu unterstützen. Ein Expertenteam, mit Sitz in der Provinzhauptstadt Bukavu, konzentriert sich mit seinen Aktivitäten auf die vier Gesundheitszonen der Provinz Süd-Kivu: Kaziba, Nyantende, Mwana und Nyangezi. Das Programm arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium der Provinz, dessen Gesundheitsabteilung und mit der Gesundheitsbehörde zusammen.
Bei der Finanzierung des Gesundheitssektors unterstützt das Programm die Gesundheitszonen und Krankenversicherungen beim Kauf von Medikamenten, bei der Instandsetzung von Gesundheitszentren und bei leistungsbasierten Prämienzahlungen.
Zur Stärkung der personellen und institutionellen Leistungsfähigkeit in den dezentralen Gesundheitsstrukturen fördert das Vorhaben vor allem gute Regierungsführung und die Leistungsfähigkeit von politischen Entscheidungsträgern sowie Infrastruktur-, Medikamenten- und Gesundheitsinformationsmanagement.

Wirkungen

Das Programm hat Partnerschafts- und Leistungsverträge mit der Gesundheitsabteilung im Gesundheitsministerium der Provinz Süd-Kivu sowie mit 4 Gesundheitszonen, 4 Krankenhäusern und 50 Gesundheitszentren abgeschlossen: über kurative und präventive Gesundheitsdienstleistungen, wie Geburten, Impfungen, Operationen und andere. Bereits nach wenigen Monaten ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung verbessert.
Die leistungsabhängigen Prämien, die das Projekt an das Gesundheitspersonal in den vier Gesundheitszonen zahlt, haben zur Steigerung der Motivation und zur Verbesserung der Gesundheitsdienstleistungen beigetragen.
Das Programm hat begonnen, die Gesundheitsinfrastruktur in den vier Gesundheitszonen instandzusetzen.
Um die nationalen Strukturen des Gesundheitssystems bei Infrastruktur-, Beschaffungs- und Medikamentenmanagement zu stärken, wurden mehrere Studien und Fortbildungen durchgeführt.

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