Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1995 in Bosnien und Herzegowina. Seit 1996 gibt es ein Büro in der Hauptstadt Sarajevo.
Herausforderungen für Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina arbeitet auf den EU-Beitritt hin. Dabei stehen das Land und seine Institutionen vor großen Herausforderungen. Eine zersplitterte Verwaltung und unterbesetzte Behörden bremsen die Reformen, die Zusammenarbeit der Institutionen und den Weg in die EU. Eingeschränkte Medienfreiheit, soziale Ungleichheiten sowie organisierte Kriminalität und irreguläre Migration belasten das Land. Sie schwächen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Teilhabe.
Auch in der Energie-, Klima- und Umweltpolitik kommt Bosnien und Herzegowina nur langsam voran: Geplante Ziele lassen sich schwer umsetzen. Kommunen fehlt es an Personal und Fachwissen. Der Klimawandel trifft das Land zunehmend härter, und Umweltprobleme wie unzureichendes Abfallmanagement verschärfen die Lage.
Kleine und mittlere Unternehmen prägen die Wirtschaft des Landes, sie ist oft wenig wettbewerbsfähig. Digitalisierung und Umweltschutz kommen nur langsam voran. Dadurch entstehen weniger neue Jobs und Perspektiven. Hohe Jugendarbeitslosigkeit verschärft den Fachkräftemangel. Ausbildung muss sich stärker an den Bedürfnissen der Betriebe orientieren.
Arbeitsfelder der GIZ in Bosnien und Herzegowina
Um diese Herausforderungen anzugehen, ist die GIZ Bosnien und Herzegowina in den folgenden Schwerpunktbereichen aktiv:
- Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
- Klima- und Umweltschutz
- Wirtschaft und Beschäftigung
Im Schwerpunkt Demokratie und Rechtsstaatlichkeit begleitet die GIZ Behörden dabei, im EU-Beitrittsprozess besser zusammenzuarbeiten, und stärkt den Austausch zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Beides hilft der Verwaltung, effektiver zu arbeiten. Die GIZ fördert außerdem die Medienfreiheit und Medienvielfalt sowie die regionale Zusammenarbeit, damit benachteiligte Gruppen sozial und wirtschaftlich teilhaben können.
Im Bereich Klima, Energie und Umwelt setzt die GIZ gemeinsam mit Bosnien und Herzegowina die „Grüne Agenda für den Westbalkan“ um und stärkt die regionale Klimapartnerschaft mit Deutschland. Dazu fördert sie erneuerbare Energien, hilft dabei, Energie effizienter zu nutzen, und befähigt Kommunen, eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik umzusetzen.
Die GIZ gestaltet nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung aktiv mit. Sie stärkt den Arbeitsmarkt, fördert digitale und grüne Innovationen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region. Dabei unterstützt sie kleine und mittlere Unternehmen sowie Berufsbildungsinstitutionen, die praxisnahe, digitale und grüne Kompetenzen aufbauen.
Steckbrief Bosnien und Herzegowina
GIZ Mitarbeitende
Stand: 31.12.2025
- 88 Nationale Mitarbeitende
- 19 Internationale Mitarbeitende