Bosnien und Herzegowina Flagge
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Bosnien und Herzegowina

Seit 1995 arbeitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Bosnien und Herzegowina im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Aktuell arbeiten 82 nationale und 20 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 8 integrierte Fachkräfte in dem Land (Stand 31.12.2017).

Bosnien und Herzegowina ist 1995 nach einem dreijährigen Krieg als höchst komplexer Staat entstanden. Er besteht aus den zwei Entitäten der Föderation Bosnien und Herzegowina, der Republika Srpska und dem Sonderdistrikt Brčko. Als weitere Regierungsebenen kommen in der Föderation die Untergliederung in zehn Kantone hinzu, sowie im gesamten Land die der Kommunen.

Dieser Staatsaufbau behindert die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die politischen Reformschritte. In- und ausländische Investoren sind aufgrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen sehr zurückhaltend. Entsprechend entwickelt sich die Wirtschaft nur sehr langsam und nicht entsprechend des vorhandenen Potenzials.

2016 hat Bosnien und Herzegowina die Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) beantragt.  Um bewerten zu können, ob Bosnien und Herzegowina die Voraussetzungen für den Erhalt des Beitrittskandidatenstatus erfüllt, hat die EU-Kommission im Dezember 2016 einen ca. 3500 Fragen umfassenden Fragebogen zur Beantwortung übermittelt.

Die Überführung der ehemals zentralistisch gesteuerten Volkswirtschaft in eine wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft, innenpolitische Stabilisierung und die wirtschaftspolitische Integration des Landes in die EU sind die erklärten Ziele der Regierung. Die GIZ unterstützt dabei, das Land wirtschaftspolitisch und innenpolitisch zu stabilisieren sowie zu reformieren. Ihre Schwerpunkte sind:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung
  • Entwicklung des Energiesektors (Energieeffizienz und erneuerbare Energien)
  • Reform der öffentlichen Verwaltung.

Eine weitere Aufgabe ist die Förderung der regionalen Zusammenarbeit zwischen den sechs Westbalkanländern: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien. Vom GIZ-Landesbüro in Sarajevo werden seit September 2010 auch die Offenen Regionalfonds Südosteuropa gesteuert. Das Programm fördert im Prozess der EU-Annäherung die regionale Kooperation zwischen den Ländern Südosteuropas in den Bereichen Außenwirtschaft, Biodiversität, Energieeffizienz, Modernisierung kommunaler Dienste sowie Rechtsreformen und EU-Integration.