Türkei

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Die deutsche internationale Zusammenarbeit mit der Türkei geht bis in die 1960er-Jahre zurück; 1970 wurde ein Abkommen über technische Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei geschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterhält seit 1998 ein Büro in Ankara.

Das NATO- und G20-Mitglied Türkei befindet sich an einer geopolitischen Schnittstelle zwischen Europa, Balkan, Kaukasus sowie Naher und Mittlerer Osten. Das Land ist seit 1999 Beitrittskandidat für die Europäische Union (EU) und verbindet erfolgreich wirtschaftliche Entwicklung mit prinzipiell demokratischen Strukturen. Die türkische Wirtschaft hat sich in wenigen Jahrzehnten von einer stark landwirtschaftlich geprägten Ökonomie hin zu einer differenzierten Volkswirtschaft entwickelt, wenn auch mit einem ausgeprägten West-Ost-Gefälle: Dem industrialisierten Westen steht ein infrastrukturell unterentwickelter Osten gegenüber, in dem die Landwirtschaft eine Haupteinnahmequelle darstellt. Weitere Herausforderungen für das Land sind die hohe Importabhängigkeit im Energiesektor, Auswirkungen des Klimawandels, Schattenwirtschaft sowie eine ineffiziente Bürokratie.

Seit Beginn der Krise im Nachbarland Syrien im Jahr 2011 hat die Türkei fast drei Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Hinzu kommen schutzsuchende Menschen aus anderen Ländern der Region wie Irak und Afghanistan. Dies stellt die türkischen Behörden vor erhebliche Herausforderungen etwa dabei, ausreichend Bildungsangebote für die Neuankömmlinge bereitzustellen oder sie gesundheitlich zu versorgen. Zudem ist in manchen aufnehmenden Gemeinden der soziale Zusammenhalt gefährdet. Dies ist besonders im Süden des Landes der Fall, wo in einigen Kommunen die Anzahl der Flüchtlinge mittlerweile die der Einwohner übertrifft.Im Auftrag der deutschen Bundesregierung unterstützt die GIZ die Aufnahmegemeinden dabei, Bildungsangebote und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Auch fördert die GIZ Gemeindezentren, die verschiedene Dienstleistungen für Flüchtlinge und benachteiligte Gruppen der einheimischen Bevölkerung anbieten.

Zudem führt die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Vorhaben zu Klimaschutz und Energieeffizienz durch.

Eine aktive Rolle spielt die GIZ auch bei Vorhaben im Rahmen der EU-Heranführungshilfe, insbesondere in den Bereichen Bildung, berufliche Bildung (TVET) und Arbeitsmarkt sowie Frauen- und Menschenrechte.

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