Kroatien

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Kroatien wurde 1992 unabhängig und durch die internationale Staatengemeinschaft anerkannt. Seither ist die GIZ in Kroatien im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) tätig.

Derzeit sind 12 GIZ-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Lande tätig, davon sind fünf als CIM-Fachkräfte eingesetzt. Die Bundesrepublik Deutschland ist der größte bilaterale Geber in der internationalen Zusammenarbeit. 

Im Oktober 2005 wurden die Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Kroatien formal aufgenommen. Schlüsselvoraussetzung dafür war die vollständige Zusammenarbeit mit dem internationalen Strafgerichtshof für Ex-Jugoslawien. Das Land musste umfangreiche Reformen umsetzen, um die Aufnahmebedingungen zu erfüllen. Mit der Erfüllung aller notwendigen Kriterien und Benchmarks hat Kroatien die Verhandlungen Ende Juni 2011 zu Ende geführt. Als besonders komplex erwiesen sich Kapitel 23 (Justiz und Grundrechte) und Kapitel 8 (Wettbewerb). Bis zum Beitritt wird Kroatien einem Monitoring unterzogen, vor allem hinsichtlich des Kapitels 23, um den übernommenen Verpflichtungen weiterhin nachzukommen. Der Beitrittsvertrag wurde im Dezember 2011 in Brüssel unterzeichnet. Nach dem Ratifizierungsprozess in allen EU-Mitgliedsstaaten und der Volksbefragung in Kroatien kann das Land am 1. Juli 2013 der EU als 28. Mitglied beitreten. Seit April 2009 ist Kroatien Mitglied des Nord-Atlantik-Pakts (NATO).

Schwachpunkt Kroatiens ist die Wirtschaft. Das hohe Handelsdefizit ist auf unzureichende Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen. Der EU-Beitritt wird der kroatischen Wirtschaft weitere Möglichkeiten eröffnen, etwa um mit EU-Mitteln aus den Strukturfonds die Leistung der Wirtschaft insgesamt zu erhöhen. Die Integration in die EU dürfte sich positiv auf die Investitionsbereitschaft der Privatwirtschaft auswirken. Der Tourismus bleibt weiterhin der wichtigste Wirtschaftszweig und trägt entscheidend zum Abbau des Handelsdefizits bei.

Weitere Herausforderungen für Kroatien sind die hohe Auslandsverschuldung, das Haushaltsdefizit und die Notwendigkeit einer umfassenden Reform der öffentlichen Verwaltung. 

Parallel zur rückläufigen bilateralen Zusammenarbeit mit Kroatien gewinnt die zunehmende Ausrichtung auf die regionale Zusammenarbeit in Südosteuropa an Bedeutung.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt mit Mitteln aus den Offenen Regionalfonds Rechtsreformen, Außenwirtschaftsberatung, die Modernisierung kommunaler Dienste sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Ein weiteres Instrument der Internationalen Zusammenarbeit ist das EU-Twinning-Programm. Seit Jahren werden Experten aus deutschen Behörden entsandt, um Kroatien im Beitrittsprozess zu unterstützen.

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