Unterstützung ausgewählter Partnerländer bei der Erarbeitung ihrer Treibhausgas-Minderungsbeiträge (INDC)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung ausgewählter Partnerländer bei der Erarbeitung ihrer Intended Nationally Determined Contributions (INDC)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Land: Weltweit
Politischer Träger: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2016

Ausgangssituation

Auf der 19. Klimakonferenz (COP 19) im November 2013 in Warschau wurde vereinbart, dass alle Staaten ihre geplanten Treibhausgas-Minderungsbeiträge (Intended Nationally Determined Contributions, INDCs) zu einem neuen globalen Klimaabkommen bis März 2015 beim Klimasekretariat der Vereinten Nationen vorlegen. INDCs sollen den jeweiligen nationalen Gegebenheiten und Möglichkeiten entsprechend ausgestaltet werden und ambitionierte Klimaziele und Aktivitäten für die Zeit nach 2020 umfassen.

Um ein aussagekräftiges Abkommen zu verfassen, sollen die INDCs aller Länder so ambitioniert und gleichzeitig realistisch umsetzbar ausgestaltet werden, dass das globale 2-Grad-Ziel erreichbar wird. INDCs sind ein wichtiges Instrument zur Einschätzung, wie weit die Einhaltung dieses Ziels noch entfernt ist und welche zusätzlichen Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen notwendig sind. Die Staaten sollen zu ihren Treibhausgas-Minderungsbeiträgen erklärende Informationen einreichen, die zu Transparenz und Verständnis der INDCs beitragen sollen. Die Erarbeitung der INDCs ist für viele Staaten eine große Herausforderung, weil notwendige personelle, finanzielle und institutionelle Leistungsfähigkeit fehlt.

Ziel

Mindestens 16 Länder, sowie bis zu 10 weitere, haben mit fachlicher und politischer Unterstützung Treibhausgas-Minderungsbeiträge (INDCs) erarbeitet.

Vorgehensweise

Das Vorhaben soll es Partnerländern ermöglichen, klare, transparente und realisierbare Klimaziele für die Zeit nach 2020 zu verfassen und umzusetzen. Es trägt damit zu einem der wichtigsten Grundsteine für ein ambitioniertes Klimaschutzabkommen 2015 bei.

Unterstützt werden Entscheidungsträger in folgenden Partnerländern: Ägypten, Argentinien, Dominikanische Republik, Georgien, Ghana, Indonesien, Jordanien, Libanon, Malediven, Marshall Islands, Marokko, Philippinen, Thailand, Vietnam und Ukraine.

Das Vorhaben führt Trainings und Workshops durch, richtet Dialogplattformen für den Austausch zwischen den Ländern ein und erstellt Wissensprodukte wie Handreichungen, Diskussionspapiere und Erfahrungsberichte. Das Vorhaben unterstützt Studien und Analysen in den Ländern und berät bei der Erstellung und Prozessgestaltung für die INDCs.

Wirkungen

In vielen Ländern besteht Unsicherheit über die Vorgehensweise bei der Formulierung der Klimaziele. Die Kooperation von politischen Entscheidungsträgern aus den 16 sowie 10 möglichen Partnerländern bei der Erarbeitung ihrer INDCs bietet die Möglichkeit, konsistente, umsetzbare Klimaziele zu formulieren und zu erreichen.

Seit dem Start des Projektes im Juni 2014 bestätigen Vertreter aus den beteiligten Ländern, dass die Unterstützung eine hilfreiche und wertgeschätzte Leistung ist, die zu einer qualifizierteren Unterbreitung ihrer Treibhausgas-Minderungsbeiträge in den Klimaverhandlungen führen wird.

ACCORDION download - 0 29819