Arbeitsplätze durch Exportförderung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Arbeitsplätze durch Exportföderung (CETEP)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 
Land: Kosovo
Politischer Träger: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MED)
Laufzeit: 2018 bis 2020

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Ausgangssituation

Die Wirtschaft Kosovos hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit noch immer hoch und das Qualifikationsniveau überwiegend niedrig. Viele Menschen leben am Rande des Existenzminimums. Ländliche Gebiete und benachteiligte Gruppen sind besonders von Armut und Abwanderung betroffen. Unternehmen in ländlichen Gebieten erzielen durch ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit nur begrenzt Gewinne und können kaum Einkommen und Beschäftigung schaffen.

Geringe Produktqualität, begrenzter Zugang von Unternehmen zu Finanzmitteln, schwache Rechtsstaatlichkeit und ein niedriges Ausbildungsniveau machen das Land für ausländische Investoren unattraktiv. Die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten und Dienstleistungen ist im Inland und auf internationalen Märkten gering. Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen (KKMU) können die Potenziale internationaler Märkte bislang kaum nutzen. Die Leistungsfähigkeit von staatlichen Institutionen wie Ministerien, Agenturen und Kommunen ist gering. Mittel- bis langfristiges politisches Ziel der Republik Kosovo ist eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union. In den nächsten Jahren sind erhebliche wirtschaftspolitische und strukturverändernde Maßnahmen notwendig, um die Konvergenzkriterien zu erfüllen.

Ziel

KKMU nutzen die Potenziale internationaler Märkte und schaffen Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten. Davon profitieren auch Menschen, die nach Kosovo zurückkehren.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert öffentliche und private Dienstleister in beschäftigungsrelevanten und exportorientierten Wirtschaftsbereichen. Es richtet seine Arbeit am Bedarf der Unternehmen aus Informations- und Kommunikationstechnologie, dem fertigenden Gewerbe und der Landwirtschaft (Produktion und Verarbeitung) aus.

Die GIZ und ihre Partner stellen den Unternehmen EU-marktrelevante geschäftsbezogene Informationen zur Verfügung, wie zum Beispiel Informationen zu Verfahren, Produktvorschriften und Zertifizierungen, um in die EU exportieren zu können. Außerdem konzentriert sich das Projekt auf marktorientierte Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung, unter anderem durch die Entwicklung der organisatorischen Kapazitäten von Verbänden oder auch durch die Entwicklung von verbesserten Geschäftsmodellen für Dienstleister. Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben einzelne Unternehmen bei der Einführung von Produkt- oder Prozessinnovationen, die für Exportmärkte relevant sind. Und das Projekt befähigt öffentliche und private Akteure, den Export von Gütern und Dienstleistungen zu fördern.

Das Projekt nutzt dazu bestehende Partnerbeziehungen mit dem öffentlichen Sektor und dem Privatsektor aus einem Vorgängerprojekt. Die wichtigsten Kooperationspartner sind die Nationale Agentur für die Förderung von Investitionen und Unternehmertum (KIESA) oder Wirtschaftskammern und Verbände. Im Bereich Landwirtschaft unterstützt das GIZ-Regionalbüro Süd im Bereich der Exportförderung. Das kosovarische Ministerium für Innovation und Unternehmertum kofinanziert das Vorhaben im Bereich Innovation und Unterstützung von Start-ups / KKMU sowie in der Exportförderung.