Förderung von netzgebundenen erneuerbaren Energien in der Türkei

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung von netzgebundenen erneuerbaren Energien in der Türkei
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Politischer Träger: Ministerium für Energie und Natürliche Ressourcen (MoENR)
Land: Türkei
Gesamtlaufzeit: November 2013 bis Oktober 2017 

Ausgangssituation

Die Türkei verfügt über erhebliche ungenutzte Potenziale Erneuerbarer Energien. Obwohl inzwischen eine Einspeiseregelung eingeführt wurde, bestehen noch immer Herausforderungen bei der Umsetzung der Ausbauziele und der Stärkung der heimischen Wertschöpfung. Erwartet werden ein Beitrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen sowie eine Stärkung der Stromversorgung der Türkei aus nachhaltigen und lokal verfügbaren Quellen. Dadurch wird ein Beitrag zum Klimaschutz, zur Energiesicherheit sowie zur Stärkung und Zukunftsfähigkeit der türkischen Wirtschaft geleistet.

Ziel

Türkische Institutionen (Regierung, Administration, Stromversorger und Netzbetreiber, Wirtschaftsunternehmen und Finanzinstitutionen) nutzen deutsche und andere internationale Erfahrungen im Bereich der Erneuerbaren Energien und sind befähigt, verbesserte energiepolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die Nutzung Erneuerbarer Energien zu fördern und die Ausbauziele nachhaltig umzusetzen.

Vorgehensweise

Um die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu verbessern, werden Mitarbeitern der Regierung und von politischen Institutionen Wissen und Fähigkeiten vermittelt, die für die Förderung Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung – vor allem aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biogas und Geothermie –erforderlich sind. Damit verbunden sind die Entwicklung von Lösungsansätzen und Strategien, die sich mit den Entwicklungszielen des Landes vereinbaren lassen. Die Regierungsinstitutionen schaffen verbesserte Rahmenbedingungen für die Nutzung Erneuerbarer Energien und können Ergebnisse überwachen. Das erworbene Wissen dient der Einführung von langfristig an den Markt und die Entwicklung angepassten Rahmenbedingungen zur großflächigen Nutzung Erneuerbarer Energien für die Stromerzeugung und damit zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Das Vorhaben baut Technologiekooperationen und Netzwerke im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Türkei auf und befähigt Akteure aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft, eigene Positionen zu entwickeln. . Die beratenen Institutionen erwerben das Know-how und die Kontakte zu einer verstärkten Umsetzung erfolgreicher Erneuerbare-Energie-Projekte. Die Umsetzung und Weitergabe dieses Wissens sowie Kooperationen fördern den Dialog über Themen rund um Erneuerbare Energien und tragen zur Umsetzung zukunftsfähiger Projekte bei.

Den beteiligten Institutionen wird Wissen vermittelt, damit sie die Voraussetzungen dafür schaffen können, den wachsenden Anteil aus Erneuerbaren Energien erzeugten Strom in das Stromnetz nachhaltig zu integrieren und zur Minderung klimaschädlicher Emissionen beizutragen.

Wirkung

Zum Thema „Integration von Strommengen aus erneuerbaren Quellen in das Stromnetz“ wurden Workshops durchgeführt und ermittelt, ermittelt, welche zusätzlichen Weiterbildungen nötig sind, damit die Energie aus der wachsenden Anzahl an Wind- und Solaranlagen integriert und eine stabile Netzsituation gewährleistet werden kann, sowohl auf der Ebene des Übertragungsnetzes als auch des Verteilernetzes.

Eine Veranstaltung zum Thema Windenergie und militärische Flugsicherung brachte den Dialog zwischen dem Militär, der türkischen Generaldirektion Erneuerbare Energien und der Windenergiebranche in Gang, um Konflikte zwischen den Anforderungen der Flugsicherung und dem Ausbau der Windenergie zu lösen.

Gemeinsam mit den Beamten des türkischen Energieministeriums haben GIZ-Experten aus dem Vorhaben an der Renewable Energy Week in Berlin teilgenommen. Hier wurden internationale Erfahrungen bei der Transformation der Energiesysteme hin zu einer stärker auf Erneuerbaren Energien beruhenden Versorgung ausgetauscht.