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Somalia

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1964 in Somalia tätig. Nach zwei Jahrzehnten, in denen die GIZ ausschließlich Übergangs- und humanitäre Hilfe geleistet hat, arbeitet sie seit Anfang 2015 wieder an weiteren Themen wie Infrastrukturausbau und Ernährungssicherung. Derzeit sind rund 10 internationale und 60 nationale Fachkräfte in Somalia tätig. Die Vorhaben werden durch das GIZ-Büro in Kenia koordiniert.

Somalia ist eines der ärmsten und fragilsten Länder der Welt. Während des Bürgerkriegs konnte der Staat seine grundlegenden Funktionen wie die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung oder das Instandhalten von öffentlicher Infrastruktur nicht wahrnehmen. Bewaffnete Auseinandersetzungen sowie Naturkatastrophen zwangen mehr als eine Million Somalier zur Flucht innerhalb des Landes.

Nach mehr als 25 Jahren Bürgerkrieg markierte die Wahl der somalischen Föderalregierung im Jahr 2012 einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Landes. Ein Jahr später schlossen insgesamt 40 Länder und Organisationen ein Abkommen mit Somalia – den New Deal –, um das Land auf dem Weg zu Frieden und Wohlstand zu unterstützen. Das Land steht immer noch vor großen Herausforderungen hinsichtlich Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit. Auch die Sicherheitssituation ist in weiten Teilen des Landes – vor allem in Süd- und Zentralsomalia – nach wie vor kritisch. Mitarbeiter von internationalen Organisationen können sich hier nur sehr eingeschränkt bewegen.

Die Themen der deutsch-somalischen Zusammenarbeit sind:

  • Infrastruktur und Wiederaufbau
  • Gesundheit
  • Ländliche Entwicklung und Resilienz

Aktuell koordiniert die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Union sechs Projekte in Somalia. Eines der Projekte unterstützt die lokalen Straßenbaubehörden beim Wiederaufbau der Hauptverkehrsrouten. Außerdem erarbeitet die GIZ gemeinsam mit verschiedenen somalischen Behörden und Institutionen sowie Partnern aus dem Privatsektor ein nachhaltiges Konzept zur Instandhaltung des Straßennetzes. Darüber hinaus trägt der Wiederaufbau der Straßen dazu bei, die Wirtschaft in Somalia zu stärken, weil Waren und Güter auf den ausgebauten Straßen schneller und zuverlässiger ihr Ziel erreichen und viel Geld eingespart werden kann.

In einem weiteren Vorhaben unterstützt die GIZ dabei, die gesundheitliche Versorgung und Beratung von Schwangeren, Müttern sowie Neugeborenen und Kleinkindern zu verbessern. Dazu werden Somalier zu Hebammen, Geburtshelfern oder Ernährungsberatern ausgebildet. Gleichzeitig werden die somalischen Gesundheitsbehörden dabei unterstützt, effizienter zu arbeiten und sich innerhalb des Landes besser zu koordinieren.

In der Region Somaliland arbeitet die GIZ gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) daran, die Wasser- und Sanitärversorgung auszubauen und ein nachhaltiges Landmanagement umzusetzen. In der Sahil-Region wiederum unterstützt die GIZ die Modernisierung der Tierhaltung und der Landwirtschaft, um sesshafte Bauern und umherziehende Viehhalter besser gegen mögliche Krisen wie Dürren abzusichern.

Im Rahmen der Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“ des BMZ unterstützt die GIZ die Wiedereingliederung von Flüchtlingen, die in ihre Heimatgemeinden zurückkehren, und die Integration von Binnenvertriebenen im Süden Somalias. Seit 2017 fördert außerdem ein Vorhaben der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ den Fischkonsum in Kismayo, um die dortige Nahrungsmittelversorgung zu verbessern.