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Somalia

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 92
Internationale Mitarbeiter*innen: 7

(Stand: 31.12.2020)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1964 in Somalia tätig. Die Vorhaben werden durch das GIZ-Büro in Kenia koordiniert. 

Nach mehr als 25 Jahren Bürgerkrieg markierte die Wahl der somalischen Föderalregierung im Jahr 2012 einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Landes. Dennoch zählt Somalia nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt und die Sicherheitslage bleibt angespannt. Darüber hinaus sind die Länder am Horn von Afrika zunehmend von Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürmen betroffen. In Somalia hat dies zu einem Rückgang der fruchtbaren Agrarflächen geführt. Hinzu kommt, dass die Vegetationsdecke durch die Holzkohlegewinnung schwindet und die Ernten durch die jüngsten Einfälle von Wüstenheuschrecken erheblich beeinträchtigt wurden. Infolgedessen nimmt die Ernährungsunsicherheit in Somalia zu. Durch diese Na-turkatastrophen haben viele Menschen ihre Lebensgrundlage verloren und wurden zu Binnenflüchtlingen. Viele von ihnen versuchen, sich in städtischen Gebieten ein neues Leben aufzubauen. Das rasante Wachs-tum der Stadtbevölkerung setzt jedoch die ohnehin schwache soziale Infrastruktur unter Druck. 

Die Jugendarbeitslosenquote in Somalia, wo Jugendliche die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen, liegt bei 67 Prozent. Das bestehende Berufsbildungssystem bereitet sie nicht auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes vor.  

Die Arbeit der GIZ konzentriert sich auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Wasserressourcenmanagement
  • Stärkung der Resilienz zur Bekämpfung von Migrationsursachen 
  • Wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Bildung

Die GIZ begleitet das Land bei seinen Bemühungen, nach Konflikten und klimabedingten Katastrophen zur Stabilität zurückzufinden, indem lokale Gemeinden und staatliche Institutionen bei der Wiedereingliederung von Rückkehrenden, der Integration von Binnenvertriebenen in die Aufnahmegemeinden und der besseren Vorbereitung auf zukünftige Krisen unterstützt werden.

Die GIZ unterstützt auch die Einführung nachhaltiger Landbewirtschaftungspraktiken. Diese haben zum Ziel, die Bodendegradation zu verringern, eine effiziente Wassernutzung zu fördern, die landwirtschaftlichen Sys-teme in Trockengebieten zu verbessern und die landwirtschaftliche Produktion in den Flussgebieten zu steigern. In Bezug auf ausgewählte Wertschöpfungsketten von Kleinbauern fördert die GIZ außerdem staatliche Institutionen, die für die Qualitätssicherung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zuständig sind, um den Ernteertrag zu verbessern und eine Diversifizierung der Nahrungsquellen zu bewirken.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Union (EU) unterstützt die GIZ die Modernisierung des somalischen Berufsbildungssystems. So werden derzeit grundlegende Ausbildungsprogramme in den Fachbereichen Landwirtschaft, Kfz-Mechatronik, Bauwesen und Mediengestaltung entwickelt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Deckung des sich abzeichnenden Bedarfs der Privatwirtschaft an Fachkräften und auf der Schaffung von Beschäftigungsperspektiven für Jugendliche. Fünf öffentliche Berufsbildungszentren in Mogadischu, Hargeisa, Garowe, Waaciye und Kismayo werden als Pilotprojekte im Rahmen von neuen und aktualisierten politischen Richtlinien gestärkt.

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