Förderung der Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum (PEJ)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum (PEJ)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Marokko
Politischer Träger: Ministère de l’Emploi et des Affaires Sociales (MEAS)
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017

Ausgangssituation

Beschäftigungsförderung ist für die marokkanischen Behörden eines der wichtigsten Anliegen und von zentraler Bedeutung. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Die Arbeitslosenrate der jungen Marokkaner im ländlichen Raum belief sich Ende 2013 auf 19,3 Prozent. Unterbeschäftigung ist ein generelles Problem, vor allem auch bei Frauen. Ihre Beschäftigungsrate lag Ende 2013 bei 36,8 Prozent. Obwohl das Land Fortschritte macht, reicht das Wirtschaftswachstum nicht aus, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und die stetig wachsende Zahl an Arbeitssuchenden – insbesondere unter jungen Menschen – in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die großen Herausforderungen sind unter anderem:

  • hohe Arbeitslosigkeit bei der städtischen Jugend, demotivierte Arbeiter, eine schwache Beschäftigungsrate, dazu qualitative Defizite wie gefährdete Arbeitsstellen, geringes Einkommen und informelle Beschäftigung, insbesondere für unqualifizierte Kräfte
  • ein System der allgemeinen und beruflichen Bildung, das dem Bedarf des Arbeitsmarkts nur unzureichend entgegenkommt
  • eine starke Segmentierung des Arbeitsmarkts mit bedeutenden regionalen Diskrepanzen (städtisches/ländliches und regionales Umfeld) und sozialen Unterschieden (Geschlecht, Bildungsniveau, Alter)
  • ein unzureichendes Angebot, um den Bedarf der jungen Menschen im ländlichen Umfeld nach Arbeit zu stillen

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, hat das Ministerium für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten eine Nationale Strategie für Beschäftigung entworfen, die zum Ziel hat, ein institutionelles, rechtliches und wirtschaftliches Umfeld zur Schaffung von würdigen und produktiven Arbeitsplätzen bereitzustellen.

Ziel

Die Beschäftigungssituation der jungen Frauen und Männer der Regionen Taza-Al Hoceima-Taounate und Fès-Boulemane hat sich verbessert.

Vorgehensweise

Gemäß der Philosophie der Nationalen Beschäftigungsstrategie und gemäß der Regionalisierungslogik hat das Projekt zum Ziel, in den Pilotprovinzen einen integrierten Ansatz zur Beschäftigungsförderung zu entwickeln und zu verwirklichen, der sowohl auf das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage als auch auf die Funktionsweise des Arbeitsmarkts einwirken wird.

Das Projekt sieht Aktivitäten in vier Einflussbereichen vor:

  1. Etablierung einer regionalen Beschäftigungsförderung in den Provinzen Taza, Taounate und Sefrou
  2. Anpassung von Arbeitsbeschaffungsinstrumenten an den Bedarf von jungen Menschen im ländlichen Umfeld
  3. Unterstützende Initiativen in puncto Beschäftigungsfähigkeit der Jugend in den Zielregionen
  4. Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten über die Unterstützung des Unternehmertums

Das Projekt wird vom Ministerium für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und von einer regionalen Projektmanagementorganisation verwaltet, in der die Nationale Agentur für Beschäftigungs- und Kompetenzförderung, die Stiftung Mohammed V. für Solidarität und der Allgemeine Unternehmerbund Marokkos zusammenarbeiten.