Regionale wirtschaftliche Kooperation in Asien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung regionaler wirtschaftlicher Kooperation in Asien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: China, Laos, Kambodscha, Vietnam, Mongolei
Politischer Träger: Landwirtschaftsministerium (Kambodscha), Handelsministerium (China), Ministerium für Planung und Investitionen (Laos), Ministerium für Finanzen (Mongolia), Industrie- und Handelsministerium (Vietnam)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Hafenmanagement Training in Haiphong, Vietnam 2015

Ausgangssituation

Der Beseitigung von zolltarifären und nichttarifären Handelshemmnissen kommt eine entscheidende Bedeutung bei der Förderung des freien Handels sowie von grenzüberschreitenden Investitionen zwischen den Ländern zu. Die Durchführung von handelserleichternden Maßnahmen und der Ausbau von handelsbezogenen Dienstleistungen sind unerlässlich für die Überwindung von begrenzten Inlandsmärkten. Dies gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

In Asien haben regionale wirtschaftliche Integrationsprozesse zu einem erheblichen Abbau von Handelshemmnissen geführt. Die rasante Entwicklung und die nach wie vor wachsende Zahl bilateraler und multilateraler Freihandelsabkommen in der Region unterstreichen die wachsende Bedeutung Asiens für die Liberalisierung des Welthandels. Dennoch weisen die intraregionalen Handelsströme in Asien bislang noch einen relativ geringen Umfang auf.

Angesichts der Entwicklungsunterschiede in der Region stoßen Länder wie Laos, Vietnam, Kambodscha und die Mongolei auf Hindernisse, wenn es darum geht, die Nutzenpotenziale der regionalen Wirtschaftsintegration voll auszuschöpfen. Die in diesen Ländern tätigen Unternehmen sind oft nicht in der Lage, Handelshemmnisse zu überwinden, und die Behörden der Einzelstaaten sind mit der Umsetzung von Bestimmungen und Richtlinien für den grenzüberschreitenden Handel überfordert.

Wenn die wirtschaftliche Dynamik in Asien genutzt werden soll, ist ein intensiverer Dialog zwischen den weltweiten Entwicklungspartnern der Region, zu dem auch kleinere Volkswirtschaften gehören, unentbehrlich. Damit diese Länder in vollem Umfang von ihrer Integration in die Region profitieren können, müssen die Hindernisse für die Schaffung große Märkte abgebaut werden.

Ziel

Die Bedingungen für den regionalen und globalen Handel, insbesondere für den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, sind in den ausgewählten asiatischen Schwerpunktländern verbessert, und im Bereich der wirtschaftlichen Kooperation werden innovative trilaterale Kooperationsprojekte erprobt.

Regional Economic Cooperation in Asia_02

Vorgehensweise

Das Projekt arbeitet mit vier ausgewählten Schwerpunktländern zusammen: Kambodscha, Laos, Vietnam und der Mongolei. China ist sowohl Wirtschafts- als auch Entwicklungspartner dieser Länder und wird einbezogen, um zu gewährleisten, dass die Interessen der Länder bei regionalen und globalen Integrationsprozessen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Die Mongolei wird insbesondere im Rahmen der Greater Tumen Initiative (GTI) unterstützt.

Als Teil der deutschen Strategie für Aid for Trade und als Beitrag zur Erreichung der handelsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung werden öffentliche Stakeholder der regionalen, der nationalen und der Provinzebene sowie exportorientierte Wirtschaftsverbände und KMU unterstützt.

Zu den Haupttätigkeiten gehören Maßnahmen zur Steigerung der Handlungsfähigkeit und die Ausrichtung von Schulungs- und Dialogveranstaltungen zu den Themen Erleichterung des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, grenzüberschreitende Kooperation und Förderung der Privatwirtschaft.

Das Vorhaben ist vor allem in den drei folgenden Handlungsfeldern tätig:

  • Verbesserung des Zugangs von KMU in Kambodscha, Laos, Vietnam und der Mongolei zu handelsbezogenen Dienstleistungen für Agrarexporte
  • Stärkung der Strukturen für die grenzüberschreitende, (sub-)regionale Kooperation zwischen den Schwerpunktländern und China
  • Förderung regionaler und trilateraler Maßnahmen im Bereich der regionalen wirtschaftlichen Kooperation zwischen den Schwerpunktländern und mit China.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbeziehung von Unternehmerinnen in regionale Wirtschaftsintegrationsprozesse und die Nutzung von digitalen Anwendungen und Tools.
Das Projekt ist mit dem Deutsch-Chinesischen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung verbunden.

Wirkungen

Zur Unterstützung der privatwirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der ASEAN-China-Freihandelszone wurden kambodschanische und vietnamesische Unternehmen bei der Ausfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen für den chinesischen Markt unterstützt. Sieben produktspezifische Exportleitlinien wurden der Wirtschaft vorgestellt und für Schulungen genutzt.

Ferner wurden Maßnahmen zur Förderung des Handels eingeführt und umgesetzt, beispielsweise der Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (Authorized Economic Operator, AEO) der Mongolei. In Kooperation mit der Asiatischen Entwicklungsbank und dem südkoreanischen Zoll wurden regionale Erfahrungen aus Südkorea in eine Novelle zum mongolischen Zollgesetz eingebracht.

Die Arbeitsgruppe AEO des Handels- und Investitionsausschusses der GTI wurde bei der Ausarbeitung eines regionalen GTI-AEO-Abkommens über die gegenseitige Anerkennung zwischen den Zollbehörden aller Mitgliedstaaten unterstützt.

Der regionale Austausch zwischen Akteuren aus Kambodscha, Laos und Vietnam über gesundheitspolitische und pflanzenschutzrechtliche Normen hat das Verständnis für diese Normen und deren Einhaltung in China verbessert. Der Austausch wurde von einer Studie über den Stand der Normenvereinbarung und -umsetzung in der Region begleitet.

Die Schulung und Beratung des GTI-Sekretariats hat zu einer weiteren Professionalisierung der regionalen Projektdurchführung geführt.

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