Wirtschaftliche Kooperation in subregionalen Initiativen in Asien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung wirtschaftlicher Kooperation in subregionalen Initiativen in Asien (WiKo)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Mitgliedsländer der Greater Tumen Initiative (GTI) sowie der Pan-Beibu Gulf Economic Cooperation (PBG); insbesondere DVR Laos, Vietnam, Mongolei, Kambodscha
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2019

Hafenmanagement Training in Haiphong, Vietnam 2015

Ausgangssituation
Initiativen zur Förderung der regionalen wirtschaftlichen Kooperation und Integration spielen für die wirtschaftliche wie auch soziale Entwicklung in Asien eine zunehmend wichtige Rolle. Sie helfen nicht nur dabei, Handelshemmnisse abzubauen, sondern werben auch für Investitionen und tragen dazu bei, die Anschlussfähigkeit der Regionen an den Weltmarkt zu verbessern. Gleichzeitig können sich die Länder der Region durch einen gemeinsamen Markt besser gegenüber wirtschaftlicher Stagnation und Wirtschaftskrisen in den Industrieländern absichern. Darüber hinaus ermöglichen subregionale Initiativen die Verbesserung der Verbindung von Binnenstaaten und peripheren grenznahen Gebieten. So tragen sie nicht nur zum Abbau regionaler Ungleichheiten und damit zur Minderung von Armut bei, sondern unterstützen auch die Entwicklung regionaler Wettbewerbsvorteile.

Der weltweite Trend zu Kooperationen zwischen zwei oder mehr Staaten ist in Asien besonders stark ausgeprägt. Dabei ist jedoch die institutionelle Umsetzung dieser Kooperationen bisher noch unzureichend.

Ziel
Die wirtschaftliche Kooperation der VR China mit ausgewählten, wirtschaftlich schwächeren Nachbarländern ist im Rahmen subregionaler Initiativen wie der „Greater Tumen Initiative“ und der „Pan-Beibu Gulf Economic Cooperation“ gestärkt. 

Training zur Geschäftsprozessanalyse für die Umsetzung eines „Single-Window“ Systems in Ulaanbaatar, Mongolei 2014

Vorgehensweise
Bereits im Vorgängervorhaben „Regionale wirtschaftliche Kooperation und Integration in Asien“ wurden die beiden subregionalen Initiativen „Greater Tumen Initiative“(GTI) und „Pan-Beibu Gulf Economic Cooperation“ (PBG) gefördert. Zu den Zielländern gehören im Rahmen der GTI die Mongolei und im Rahmen der PBG das Königreich Kambodscha, die Demokratische Volksrepublik Laos und Vietnam. Beide Initiativen verbinden die Interessen und Ziele von Akteuren auf der nationalen, (sub-)regionalen und lokalen Ebene und vernetzen Vertreter der verfassten Wirtschaft, des Privatsektors, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft miteinander.

Das Vorhaben ist in drei Handlungsfeldern aktiv, die eng miteinander verbunden sind: (1) Verbesserung der strukturellen Voraussetzung regionaler Wirtschaftskooperationen, (2) Stärkung der Umsetzungskompetenzen relevanter Akteure, (3) Nutzung privatwirtschaftlicher Instrumente.

Im Zentrum des Ansatzes steht somit die qualitative Verbesserung und Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation der genannten Zielländer mit China, das als Wirtschafts- und Entwicklungspartner, aber auch als Motor der subregionalen Kooperation und Integration eine aktive Rolle übernehmen soll. In diesem Zusammenhang werden durch das Vorhaben vor allem handelserleichternde Maßnahmen, die maritime Wirtschaft, grenzübergreifende Wirtschaftszonen und Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft als Instrumente regionaler Kooperation gefördert. Besonders in abgelegenen, wirtschaftlich und strukturell schwachen Grenzregionen sollen durch die Intensivierung der wirtschaftlichen Verflechtungen, des Grenzhandels und der Investitionen breitenwirksame Ausstrahlungseffekte hervorgerufen werden.

Wirkungen
Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprogramms „Regionale wirtschaftliche Kooperation und Integration in Asien“ auf sowie auf den Erfahrungen der internationale Zusammenarbeit mit regionalen Programmen im Bereich Wirtschaftsintegration und Privatsektorentwicklung in der Region.

Vom Vorhaben bereitgestellte Informationen und Qualifizierungsangebote zur Nutzung regionaler Handelsabkommen durch den Privatsektor verbessern den Zugang zum chinesischen Markt für ärmere Nachbarländer. Das Vorhaben fördert darüber hinaus den Einbezug privater Firmen in lokale grenzüberschreitende Kooperation.

Durch Sektorstudien und die Förderung von Kompetenzen und Ressourcen wird die Fähigkeit der Partnerländer erhöht, sich im Rahmen regionaler Initiativen in wirtschaftliche Integrationsprozesse einzubinden. Trainings und insbesondere der regionaler Wissenstransfer im Sinne der Süd-Süd-Kooperation haben zudem zu einer Professionalisierung regionaler Initiativen und Sekretariate beigetragen. 

Hafenmanagement Training in Haiphong, Vietnam 2015

Kontakt

Magnus Christoph Michael Brod
Magnus.brod@giz.de