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Côte d'Ivoire

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Côte d’Ivoire seit 1975. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist mit mehreren Büros im Land vertreten. Aktuell arbeiten 87 nationale und elf internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Land (Stand 31.12.2017).

Die Côte d’Ivoire ist ein Vielvölkerstaat mit rund 24 Millionen Einwohnern und mehr als 60 ethnischen Gruppen. Seit der Unabhängigkeit 1960 bis Anfang der 1980er-Jahre galt die Côte d’Ivoire als wirtschaftlich stabilstes und fortschrittlichstes Land in Westafrika. Ab den 1990er-Jahren folgte eine Phase von hoher sozialer und politischer Instabilität, die sich ab 2002 durch Rebellion von Teilen der Armee und Bildung von Milizen weiter verschärfte. Im Anschluss an die Präsidentschaftswahlen 2010 kam es zu einer weiteren Krise. Seit Mai 2011 ist die Regierung unter Staatspräsident Alassane Ouattara im Amt. Die Sicherheitslage im Land hat sich weitgehend normalisiert.

Seit 2012 erlebt die Côte d’Ivoire ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund acht Prozent. Dieses Wachstum sowie die internationalen Handelsbeziehungen machen das Land wieder zu einer wichtigen regionalen Wirtschaftskraft in Westafrika. Die Côte d’Ivoire ist der weltweit größte Kakaoproduzent mit einem Weltmarktanteil von rund 40 Prozent. Daneben ist das Land ein wichtiger Produzent von Cashew, Kautschuk und Kaffee.

Trotz des wirtschaftlichen Erfolgs gibt es erhebliche Ungleichheit: Fast die Hälfte der Bevölkerung auf dem Land lebt in Armut. Weitere Herausforderungen sind die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die starken Ungleichheiten beim Zugang zu Sozialdienstleistungen. 

Die Regierung hat das Ziel, dass die Côte d’Ivoire bis 2020 den Status eines Schwellenlandes erreicht. Dafür gilt es, das wirtschaftliche Wachstum des Landes anzuregen, die Armut zu verringern und die Wirtschaft zu reformieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Auswärtigen Amtes (AA) arbeitet die GIZ zu folgenden Themen:

  • Ländliche Wirtschaftsentwicklung
  • Erhalt der Artenvielfalt/ Biodiversität
  • Umwelt
  • Rohstoffgovernance
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Sicherheitssektor

In der Landwirtschaft fördern verschiedene Vorhaben und Kooperationen mit Unternehmen unter anderen die Wertschöpfungsketten von Kakao, Cashew, Maniok, Zwiebeln und Reis. Des Weiteren beraten die GIZ und ihre Partner Kleinbauern zu effizienten und ökologisch nachhaltigen Methoden. Im Bereich Naturschutz und Biodiversität ist die GIZ vor allem in den Nationalparks Taï und Comoé im Südwesten und Nordosten des Landes tätig. Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative „Eine Welt Ohne Hunger“ (SEWOH) fördert die GIZ eine entwaldungsfreie Kakaoproduktion und Innovationen im Bereich des Kakaosektors. Zwei weitere Vorhaben tragen dazu bei, illegale Rodungen zu vermeiden. Zudem berät die GIZ Schlüsselakteure des Rohstoffsektors darin, eine effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung ivorischer Ressourcen zu erreichen. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt das Bundesunternehmen zudem die Reformbemühungen im Sicherheitssektor zur Eingliederung der kriminaltechnischen Abteilung in die Kriminalpolizei mit dem Ziel der Professionalisierung der kriminaltechnischen Arbeit. Im Rahmen des G20 Compact with Africa (CwA) und der seit 2017 bestehenden Reformpartnerschaft zwischen der ivorischen und der deutschen Regierung wird zudem ein Programm im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz durchgeführt.

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