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Sri Lanka

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 72
Internationale Mitarbeiter*innen: 6
Integrierte Fachkräfte: 2

(Stand: 31.12.2023)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 1956 in Sri Lanka. Das GIZ-Büro befindet sich in der Hauptstadt Colombo. Sri Lanka ist kein bilaterales Partnerland des Bundesentwicklungsministeriums.

Nach mehr als 25 Jahren wurde der Krieg zwischen der sri-lankischen Regierung und den Separatisten der „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ (LTTE) im Mai 2009 durch den Sieg der Regierungstruppen beendet. Sri Lanka befindet sich in einer Wiederaufbauphase mit hohen Wachstumsraten. Durch das hohe Wirtschaftswachstum stuft der Internationale Währungsfonds Sri Lanka als Land mittleren Einkommens ein und bescheinigt gute Fortschritte bei der Verfolgung der Sustainable Development Goals (SDG).

Die sri-lankische Regierung hat mit Unterstützung der Vereinten Nationen und anderer Akteure einen Prioritätenplan zur Friedenskonsolidierung erarbeitet. Dessen Umsetzung ebnet den Weg für einen Prozess der Versöhnung. Zudem fördert die Regierung die Reintegration von Vertriebenen und Flüchtlingen und setzt politische und soziale Reformprozesse um. Dies soll den wirtschaftlichen Aufschwung stärken, aber auch soziale und ethnische Ungerechtigkeit sowie Ungleichbehandlung verringern. 

Im ganzen Land, aber besonders im Norden und Osten, mangelt es an qualifiziertem Personal und Fachwissen, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und das Potenzial zur Weiterentwicklung zunehmend eingeschränkt werden. Außerdem fehlt es an finanzieller Förderung sowie anderen grundlegenden Rahmenbedingungen, um kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen.

Die GIZ arbeitet schwerpunktmäßig in der Konflikttransformation und Friedensförderung. In diesem Rahmen werden Projekte unterstützt, die direkt und indirekt zum Abbau von Konfliktpotenzial und der Unterstützung des Versöhnungsprozesses beitragen. 

Die GIZ konzentriert sich auf die folgenden Themen:

  • Unterstützung des Versöhnungsprozesses
  • Privatwirtschaftsförderung
  • Bildung und Berufsbildung

Die Unterstützung des Versöhnungsprozesses und die Stärkung von Kooperationsmechanismen zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren sind bereits seit über zehn Jahren im Fokus der Zusammenarbeit. Die Projektfinanzierung wird derzeit auch in erheblichem Maß von der Europäischen Union gefördert.

Unter anderem spielt der Bildungssektor eine wichtige Rolle im Konflikttransformations- und Versöhnungsprozess. Die Friedens- und Werteerziehung ist fester Bestandteil des Lehrplans und der Schulbücher für die Klassen 6 bis 10. Schüleraustauschprogramme zwischen singhalesischen, tamilischen und muslimischen Schulen werden von den Schulen und der Bildungsverwaltung zunehmend nachgefragt.
Im Bereich der Privatwirtschaftsförderung werden kleine- und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützt, besseren Zugang zu nationalen und internationalen Wirtschaftskreisläufen zu erhalten. Hierdurch sollen Ungleichheiten im Land abgebaut und die Einbindung benachteiligter Bevölkerungsgruppen verbessert werden.
In der Berufsbildung gibt es eine langjährige Zusammenarbeit. Neben dem BMZ wird das derzeitige Projekt auch durch das Schweizer Staatssekretariat für Migration und direkt aus der sri-lankischen Privatwirtschaft mitfinanziert.

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