Timor-Leste

Karte Timor-Leste

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit dem Jahr 2000 im Auftrag der Bundesregierung in Timor-Leste. Aktuell sind rund 50 Mitarbeitende für die GIZ tätig, davon 12 nationale und 40 internationale Mitarbeiter. Seit 2012 befindet sich das GIZ-Büro in der Hauptstadt Dili.

Timor-Leste zählt zu den ärmsten Ländern Südostasiens. 1975 erklärte das Land die Unabhängigkeit und beendete damit die portugiesische Kolonialherrschaft. Noch im gleichen Jahr wurde Timor-Leste von Indonesien annektiert. Nach einem Referendum im Jahr 1999, in dem sich die Bewohner Timor-Lestes mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit aussprachen, zerstörten pro-indonesische Milizen und die indonesische Armee große Teile der Infrastruktur des Landes. Dabei verloren mehr als 1.000 Menschen ihr Leben. Nach dem Eingreifen der Vereinten Nationen wurde Timor-Leste am 20. Mai 2002 schließlich endgültig unabhängig.

Timor-Leste zählt laut Weltbank zu den Ländern mit einem mittleren Einkommen im unteren Bereich. Trotz der Einnahmen aus den Öl- und Gasvorkommen lebt die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Rund drei Viertel der mehr als eine Million Einwohner leben auf dem Land, dennoch ist die Infrastruktur außerhalb der Hauptstadt nur schwach entwickelt. Der größte Teil der Landbevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft, es gibt nur wenige Arbeitsplätze. Viele Menschen – vor allem Jugendliche – verlassen deshalb die ländlichen Gebiete. Die Folgen der indonesischen Besatzungszeit belasten die Gesellschaft außerdem nach wie vor.

Im nationalen Entwicklungsplan von Timor-Leste ist die Friedensförderung als ein wichtiges Querschnittsthema festgeschrieben. Dazu gehört, besonders die benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu fördern und mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen. Die deutsch-timoresische Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Friedenssicherung. Die GIZ unterstützt die timoresische Regierung dabei, den sozialen Zusammenhalt und die friedliche Entwicklung des Landes zu fördern. Die Schwerpunkte dabei sind:

  • Friedensentwicklung
  • Beschäftigungsförderung für benachteiligte Gruppen im ländlichen Raum
  • Berufsbildung, Jugendförderung und Korruptionsbekämpfung

Weitere Projekte werden zum Beispiel zu den Themen Beratung und Ausbildung im maritimen Sektor oder Klimawandel umgesetzt.

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