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Timor-Leste

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit 2000 in Timor-Leste. Aktuell arbeiten 39 nationale und acht internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine integrierte Fachkraft in dem Land (Stand 31.12.2017). Das GIZ-Büro in Jakarta ist zuständig für die Zusammenarbeit mit Timor-Leste sowie für die Zusammenarbeit mit der Republik Indonesien und für regionale Projekte mit dem ASEAN-Sekretariat. Ein Projektbüro in der Hauptstadt Dili koordiniert die Aktivitäten in Timor-Leste.

Timor-Leste ist in mehrfacher Hinsicht ein junges Land. Timor-Leste ist erst 2002 unabhängig und vom langjährigen Unabhängigkeitskampf geprägt. Auch die Bevölkerung ist im internationalen Vergleich sehr jung – 38 Prozent der Einwohnerschaft sind Jugendliche. Junge Menschen haben daher eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der timoresischen Zukunft.  

Timor-Leste zählt laut Weltbank zu den Ländern mit einem mittleren Einkommen, liegt in der Gruppe aber im unteren Bereich. Das Land verfügt zwar über Einnahmen aus Öl- und Gasvorkommen, dennoch lebt die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Rund 750.000 von insgesamt etwa einer Million Einwohnern leben auf dem Land. Viele von ihnen sind abhängig von Einkommen aus der Selbstversorgungswirtschaft. Außerhalb der Hauptstadt Dili ist die Infrastruktur schwach entwickelt. Der Mangel an Arbeitsplätzen – besonders auf dem Land – und schlechte Infrastruktur sind große Herausforderungen für die junge Nation. 

Die GIZ ist in Timor-Leste im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aktiv. Ein weiterer Auftraggeber ist die Europäische Union. 

Schwerpunkt der deutsch-timoresischen Zusammenarbeit ist Friedensentwicklung und Krisenprävention. 
Als wichtiges Mittel zur Krisenprävention unterstützen die GIZ und ihre Partner Maßnahmen für neue Arbeitsplätze und fördern die Privatwirtschaft. Eine wichtige Zielgruppe sind Jugendliche im ländlichen Osten von Timor-Leste. Außerdem werden die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Integration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen verbessert und Konfliktpotenziale abgebaut. Damit mehr benachteiligte Jugendliche Arbeit finden, etablieren die GIZ und ihre Partner professionelle Beratungsangebote für die Berufswahl und verbessern bestehende Ausbildungsangebote. 

Die GIZ berät das Landwirtschaftsministerium beim Ausbau des Agroforstwirtschaftssektors. Diese Kombination von Ackerbau und Forstwirtschaft ermöglicht neue Einkommensaussichten für Menschen im ländlichen Raum. Die Beratung umfasst Themen wie bessere Produktivität und höhere Erträge, Verarbeitung sowie einen besseren Marktzugang für ausgewählte Produkte.

Ein weiteres Projekt fördert den Ausbau des maritimen Transports. Dadurch wird unter anderem der Passagier- und Warenverkehr zwischen der Hauptstadt Dili und der vorgelagerten Insel Atauro sowie der Exklave Oecusse sichergestellt.

Gesichter und Geschichten

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