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Georgien

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 1992 in Georgien tätig. Das GIZ-Landesbüro befindet sich in Tiflis. Von dort aus werden fast ausschließlich regionaleVorhaben gesteuert, die in Georgien und seinen beiden Nachbarländern Armenien und Aserbaidschan durchgeführt werden. Aktuell beschäftigt die GIZ rund 90 nationale und mehr als 20 internationale Fachkräfte in Georgien. Darüber hinaus sind mehr als zehn integrierte Fachkräfte im Land aktiv.

Georgien steht seit seiner Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991 noch immer vor großen Herausforderungen. Insbesondere

die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes ist weiterhin problematisch. Trotz erheblicher Reformbemühungen lebt ein Drittel der Bevölkerung noch immer unterhalb der Armutsgrenze. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betreffen den Großteil der Bevölkerung, vor allem im ländlichen Raum. Hinzu kommen ökologische Herausforderungen, wie die gravierende Abholzung der Wälder, die daraus folgende Bodenerosion und der Verlust von biologischer Vielfalt. Außerdem ist die Hauptstadt Tiflis von starker Luftverschmutzung betroffen.

Georgien nähert sich der Europäischen Union (EU) an und hat in 2014 ein Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnet. In diesem Assoziierungsabkommen verpflichtet sich das Land insbesondere in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Grundfreiheiten, gute Regierungsführung, Marktwirtschaft und nachhaltige Entwicklung zu umfassenden Reformen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird in Georgien und den beiden Nachbarländern Armenien und Aserbaidschan zu folgenden Schwerpunkten gearbeitet:

  1. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  2. Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung  
  3. Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Zu diesen Schwerpunkten arbeitet die GIZ in allen drei Ländern des Südkaukasus gemeinsam mit ihren Partnern. So wird das gegenseitige Lernen der Länder untereinander ermöglicht und ein Beitrag zur Krisenprävention zwischen Armenien und Aserbaidschan geleistet. Die Regionalprogramme werden zusätzlich durch Beiträge anderer Geber, vor allem durch die Europäische Union, mitfinanziert.

Darüber hinaus sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und andere deutsche öffentliche Auftraggeber in Georgien aktiv.