Russische Föderation

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Die GIZ ist seit 1993 in Russland tätig und seit 1996 mit einem eigenen Büro vertreten. Derzeit arbeiten insgesamt 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die GIZ in Russland. Ursprünglich auf die Unterstützung der deutschen Minderheit in Russland ausgerichtet, umfasst die Arbeit der GIZ heute zusätzlich Projekte im Auftrag der EU und verschiedener Bundesressorts.

Russland ist als EU-Anrainerstaat und G8-Mitglied in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Partner für die Bundesrepublik Deutschland und die EU. Besonders in zunehmend globalen Bereichen wie Energie, Wirtschaft und Klimapolitik ist eine gute Zusammenarbeit von großer Bedeutung. Die Herausforderung liegt unter anderem darin, im Hinblick auf eine umfassende Modernisierung des Landes die weitere Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft zu unterstützen. Hürden wie eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit von Rohstoffen, Auswirkungen des Klimawandels, Schattenwirtschaft, unverhältnismäßige Bürokratie und demografischer Rückgang müssen ebenfalls bewältigt werden. Dennoch ist sich Russland seiner wichtigen geopolitischen Rolle durchaus bewusst und trägt als Geber inzwischen wesentlich zur multilateralen Entwicklungshilfe bei.

Die GIZ konzentriert sich in Russland auf unterschiedliche Schwerpunkte. Im Auftrag der Bundesregierung unterstützen die Vorhaben nationale Minderheiten, Managertraining und Umweltthemen.

Deutsche Minderheiten in den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion haben ein besonderes Kriegsfolgenschicksal. Das Bundesministerium des Inneren (BMI) unterstützt die Angehörigen dieser Minderheiten bei dessen Bewältigung, vor allem die deutschen Minderheiten in der ehemaligen Sowjetunion, die von Vertreibung und Verbannung, Unterdrückung und Repression besonders betroffen waren.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanzierten Managerfortbildungsprogramms absolvieren jährlich etwa 800 junge Führungskräfte aus 13 Ländern Osteuropas, Zentralasiens und Asiens eine ein- bis dreimonatige Fortbildung in der deutschen Wirtschaft. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, mögliche Kooperationen mit deutschen Firmen zu erkunden.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) verwaltet die GIZ einen Kleinprojektefonds im Rahmen der Internationalen Klimainitiative (IKI). Das Themengebiet umfasst beispielsweise Energieeffizienz in Gebäuden, Einführung von Klimastandards, Restauration und Schutz von Mooren im europäischen Teil Russlands sowie Entwicklung einer Umsetzungsstrategie für Klima- und Biodiversitätsschutz.

GIZ International Services (GIZ IS) arbeitet im Auftrag anderer Geber, vorrangig der Europäischen Kommission. In Russland ist GIZ IS vornehmlich in den Bereichen Umwelt sowie Rechts- und Justizreform tätig.

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