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Armenien

Die GIZ ist seit Anfang der 1990er-Jahre in Armenien tätig und seit 2002 mit einem Büro in Yerevan vertreten. Heute beschäftigt die GIZ in Armenien über 40 nationale und fünf entsandte Fachkräfte sowie fünf CIM-Fachkräfte.

Das Ende der Sowjetunion und die damit verbundene Unabhängigkeit stellten Armenien vor große Herausforderungen. Das Wirtschaftssystem geriet in eine schwere Krise und die grundsätzliche Staatsordnung musste neu gestaltet werden. Es galt, Demokratie und freie Marktwirtschaft einzuführen.

Die weiterhin geschlossenen Grenzen Armeniens mit der Türkei und Aserbaidschan schränken die armenische Wirtschaft sehr stark ein: ein wesentlicher Grund für die anhaltende wirtschaftliche Not im kleinsten Nachfolgestaat der Sowjetunion. Das positive Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre konzentrierte sich auf die Hauptstadt Yerevan. In weiten Teilen des Landes lebt immer noch nahezu über die Hälfte der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Viele Armenier gehen auf der Suche nach Arbeit und besseren Perspektiven nach Russland, Europa oder Übersee. Oft sind es gerade jene, die im Land am dringendsten gebraucht werden: junge und gut ausgebildete Menschen.

Im Zuge der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) und der Östlichen Partnerschaft steht Armenien vor neuen Herausforderungen. Zum einen strebt das Land die Annäherung an die europäischen Strukturen an, etwa durch Anpassung an EU-Normen und Standards. Weiterhin müssen lokale und regionale Infrastruktur modernisiert werden, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.

Die GIZ berät und unterstützt Armenien unter anderem beim Transformationsprozess hin zu mehr Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ so auch die europäische Nachbarschaftspolitik und die Assoziierungsverhandlungen zwischen der EU und der Republik Armenien.

Ein Schwerpunkt ist nachhaltige Wirtschaftsförderung, wobei besondere Aufmerksamkeit auf die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung gelegt wird.

Im Auftrag des BMZ arbeitet die GIZ vor allem in den Bereichen Kommunal- und Wirtschaftsentwicklung sowie Rechtreform und Gesetzesberatung.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit der GIZ in Armenien sind Projekte im Rahmen der Kaukasus-Initiative des BMZ. Sie unterstützt die regionale Zusammenarbeit und Integration der drei südkaukasischen Staaten Aserbaidschan, Armenien und Georgien.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Rahmen der Kaukasus-Initiative sind:

  • Nachhaltige Wirtschaftsförderung
  • Demokratie, Kommunalentwicklung und Rechtsstaat
  • Umwelt und natürliche Ressourcen

Innerhalb der genannten Schwerpunkte werden heute in Armenien regionale Programme zur Wirtschaftsförderung, zur Rechts- und-Justizreformberatung, zur Förderung der Kommunalentwicklung und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Biodiversität im Südkaukasus durchgeführt. Außerdem arbeitet die GIZ zusammen mit den armenischen Partnern erfolgreich an der Verbesserung des Managements der öffentlichen Finanzen.

Weitere Informationen

Kaukasus-Initiative des BMZ

Die Europäische Union und Armenien

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GIZ Südkaukasus - Gemeinsam in Europa

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