Innovationsfonds

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Innovationsfonds
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ecuador, speziell Esmeraldas und Manabí
Politischer Träger: ecuadorianische Kooperationsbehörde (SETECI)
Gesamtlaufzeit: Juli 2016 bis Juni 2018

Ausgangssituation

Ecuador hat auf Grundlage seines Nationalen Entwicklungsplanes eine Strategie zur Neugestaltung der Wirtschaftsstruktur und -praxis erarbeitet. Damit ist besonders der Übergang des Exports von Primärgütern und der Ausbeutung von Bodenschätzen hin zu einer diversifizierten, ökoeffizienten Produktion mit höherer Wertschöpfung gemeint. Dazu gehören beispielsweise Dienstleistungen, die auf Grundlage einer wissensbasierten Wirtschaft bereit gestellt werden. So sollen künftig stärker die Fähigkeiten und das Wissen der Bevölkerung genutzt werden. Den Mitarbeitenden in den lokalen Verwaltungen fehlt jedoch oft noch das Know-how, um diese Reformen umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und die Beteiligung der Zivilgesellschaft sind schwach ausgeprägt.

Ziel

Die Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Akteuren auf verschiedenen Ebenen des Staates bei der Neugestaltung der Wirtschaftsstruktur und -praxis in den Bereichen berufliche Bildung, Beschäftigungsförderung und lokale Wirtschaftsförderung ist verbessert.

Vorgehensweise

Mit dem Fonds können innovative Projekte finanziert werden, die die öffentlich-private Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen im produktiven Sektor fördern. Die Projekte haben eine Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten sowie einen Wert von 100.000 bis 150.000 Euro. Sie sollen sich auf die Themen Berufliche Bildung, Beschäftigungsförderung und lokale Wirtschaftsentwicklung fokussieren und werden öffentlich ausgeschrieben. Projektanträge einreichen können staatliche Institutionen verschiedener Verwaltungsebenen gemeinsam mit mindestens einem privaten oder öffentlichen Unternehmen oder Organisationen der Zivilgesellschaft. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Projekte einen Eigenbeitrag der Antragsteller von mindestens 20 Prozent des Projektwertes vorsehen.

Die Auswahl der Projekte erfolgt durch die ecuadorianische Kooperationsbehörde (SETECI), gemeinsam mit der Deutschen Botschaft. Basis sind ein abgestimmter Kriterienkatalog und klare Auswahlregeln. Es werden besonders solche Projektvorschläge berücksichtigt, die die unterschiedlichen Akteure in den Gemeinden zusammenbringen und schnell sichtbare positive Veränderungen bewirken. Das Vorgehen und die Erfahrungen der Projekte sollen jedoch auch auf andere Landesteile übertragbar sein. Die eingereichten Projekte sollen außerdem positive Effekte auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und/oder die Generationengerechtigkeit anstreben. Die GIZ berät die Interessenten auf Wunsch bereits bei der Erstellung der Projektanträge und begleitet die Projekte eng bei deren Realisierung.

Was ist der innovative Charakter der geförderten Projekte? Sie erproben neue Prozesse, Methoden und Formen der Zusammenarbeit auf lokaler Ebene, an denen sich mehrere unterschiedliche Akteure beteiligen, die bisher so noch nicht intensiv zusammengearbeitet haben.