Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat WAP-Region

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat WAP Region
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Benin, Burkina Faso, Niger
Politischer Träger: Benin: Ministère du Cadre de Vie et du Développement Durable (Ministry of Environment and Sustainable Development) Burkina Faso: Ministère de l’Environnement, de l’Économie verte et du Changement climatique (Ministry of Environment, Green Economy and Climate Change)
Niger: Ministère de l'Environnement et du Développement Du-rable (Ministry of Environment and Sustainable Development)
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2019

Löwen im Park Pendjari Foto: GIZ/Horst Oebel

Ausgangssituation

Der nach einem w-förmigen Lauf des Flusses Niger benannte Nationalpark W, der sich im Dreiländereck von Benin, Burkina Faso und Niger ausdehnt, bildet das erste grenzüberschreitende Biosphärenreservat Afrikas. Zusammen mit dem angrenzenden Biosphärenreservat Pendjari in Benin sowie dem Schutzgebiet Arly in Burkina Faso, bilden sie die WAP-Region. Diese umfasst über 30.000 km². Der Gesamtkomplex ist das größte zusammenhängende Savannenschutzgebiet Westafrikas. Die bedeutenden Wildtierpopulationen und die Größe der relativ intakten und vielfältigen Savannenlandschaft einschließlich der artenreichen Feuchtgebiete, machen den Schutz des Naturgebiets zu einem weltweiten Interesse. Der W-Nationalpark in Niger ist bereits UNESCO-Weltnaturerbe.

Die einzigartige Biodiversität der Region wird jedoch zunehmend von der teilweise international organisierten Wilderei sowie der unzureichend geregelten grenzüberschreitenden Wanderweidewirtschaft bedroht. Dies ist auf die Schwäche des aktuellen Schutzsystems zurückzuführen. Die Regierungen von Benin, Burkina Faso und Niger sind noch nicht in der Lage, die komplexen Aufgaben des grenzüberschreitenden Managements der Region eigenständig sicherzustellen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Schutzgebietsmanagement in der WAP-Region sind auf lokaler und nationaler Ebene verbessert.

Elefant im WAP-Schutzgebiet Foto: GIZ/Horst Oebel

Die einzigartige Biodiversität der Region wird jedoch zunehmend von der teilweise international organisierten Wilderei sowie der unzureichend geregelten grenzüberschreitenden Wanderweidewirtschaft bedroht. Dies ist auf die Schwäche des aktuellen Schutzsystems zurückzuführen. Die Regierungen von Benin, Burkina Faso und Niger sind noch nicht in der Lage, die komplexen Aufgaben des grenzüberschreitenden Managements der Region eigenständig sicherzustellen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Schutzgebietsmanagement in der WAP-Region sind auf lokaler und nationaler Ebene verbessert.

Vorgehensweise

Um die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Schutzgebietsmanagement in der WAP-Region zu verbessern, unterstützt das Vorhaben die Partnerministerien in den drei Ländern. Gemeinsam wollen sie die internationale Sichtbarkeit der Anerkennung als Biosphärenreservat erhöhen, finanzielle Mittel mobilisieren sowie neue Technologien und Verfahren der Wildereibekämpfung und des Ökomonitorings testen.

Sattelstorch Foto: GIZ/Horst Oebel

Die bereits in Ansätzen bestehenden gemeinsamen Managementsysteme des Nationalparks möchten die drei Länder weiter optimieren und festschreiben. Das Projektteam bezieht bei seiner Arbeit und bei Entscheidungen die in der Nähe der Parks lebende Bevölkerung mit ein. Sie wird am Schutzgebietsmanagement beteiligt und soll wirtschaftlich davon profitieren. Neben dem Erhalt der Biodiversität sorgt das Projekt so auch dafür, die Armut in der Gegend zu mindern.