Biosphärenreservat WAP-Region schützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat WAP-Region in Benin, Burkina Faso und Niger
Auftraggeber: Bundesministerium für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Europäische Union
Land: Benin, Burkina Faso, Niger
Politischer Träger: Benin: Ministère du Cadre de Vie et du Développement Durable (Ministry of Environment and Sustainable Development); Burkina Faso: Ministère de l’Environnement, de l’Économie verte et du Changement climatique (Ministry of Environment, Green Economy and Climate Change); Niger: Ministère de l'Environnement et du Développement Durable (Ministry of Environment and Sustainable Development)
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2023

Löwen im Park Pendjari Foto: GIZ/Horst Oebel

Ausgangssituation

Der Nationalpark W ist nach einem w-förmigen Verlauf des Flusses Niger benannt. Zusammen mit den angrenzenden Schutzgebieten Arly und Pendjari bildet er die W-Arly-Pendjari-Region (WAP). Diese erstreckt sich in Benin, Burkina Faso und Niger auf einer Fläche von über 30.000 Quadratkilometern. Die WAP-Region bildet das größte zusammenhängende Savannenschutzgebiet Westafrikas. Die bedeutenden Wildtierpopulationen, die Größe der vielfältigen Savannenlandschaft sowie die artenreichen Feuchtgebiete sind von weltweitem Interesse. Seit 2017 ist die WAP-Region als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt und seit 2020, als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat, Teil des UNESCO-Netzwerks „Man and Biosphere (MAB)“.

Die international organisierte Wilderei sowie die unzureichend geregelte grenzüberschreitende Wanderweidewirtschaft stellen eine zunehmende Bedrohung für die einzigartige Biodiversität der WAP-Region dar. Die Schwächen des aktuellen Schutzsystems werden durch die schwierige Sicherheitslage, den wachsenden Bevölkerungsdruck sowie den spürbaren Klimawandel weiter verschärft. Die Regierungen von Benin, Burkina Faso und Niger können die Aufgaben der grenzüberschreitenden Leitung der Region noch nicht eigenständig sicherstellen. Eine von allen Regierungen angestrebte Partnerschaft mit der Privatwirtschaft konnte in Benin beispielsweise mit African Parks Network (APN) umgesetzt werden und führte national zu erheblichen Verbesserungen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Schutzgebietsmanagement der WAP-Region sind in den beteiligten Regierungen und Gemeinden verbessert.

Elefant im WAP-Schutzgebiet Foto: GIZ/Horst Oebel

Vorgehensweise

Um den Schutz der WAP-Region zu verbessern, unterstützt das Vorhaben in den drei Ländern die Partnerministerien, deren Naturschutzbehörden sowie deren zivile Partner*innen. Gemeinsam wollen sie die Integrität des Weltnaturerbes garantieren, finanzielle Mittel mobilisieren und die Armut der Anrainerbevölkerung mindern. Diese soll am Schutzgebietsmanagement beteiligt werden und ökonomische Vorteile daraus ziehen. Hierzu fördert und entwickelt das Vorhaben Wertschöpfungsketten und unterstützt seit Mitte 2020 verstärkt Aufforstungs- und Renaturierungsmaßnahmen. Die drei Länder möchten die bereits in Ansätzen bestehenden gemeinsamen Managementsysteme der Nationalparks weiter optimieren und ausbauen. Wobei der Fokus darauf liegt die Wilderei zu bekämpfen, ein Ökomonitoring durchzuführen und den Tourismus weiterzuentwickeln. 

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Wirkung

  • 109.108 Teilnehmer*innen bildeten sich durch das „Training of Trainers“-Programm in der Produktion und Verarbeitung nachhaltiger Wertschöpfungsketten aus (Honig, Karitébutter, Sesam, Balanitesöl, Moringa, Sojakäse, Gemüseanbau). In Bezug auf die Gesamtteilnehmer*innen konnten besondere Erfolge in der Verbreitung, dem Anbau und der Verarbeitung von Mung Bohnen (18.905 Teilnehmer*innen) und Baobab Blättern (22.639 Teilnehmer*innen) verzeichnet werden.
  • 10.000 Schüler*innen sensibilisierten sich mithilfe lokaler Nichtregierungsorganisationen in der Umweltbildung.

Stand: Oktober 2020
 

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